Die unsichersten Passwörter 2013
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Der US-Security-Spezialist Splashdata hat, motiviert durch den Adobe-Hack, eine Liste der häufigsten und unsichersten Passwörter im Netz veröffentlich.

Die Berichterstattung über Angriffe und Hacks von Benutzerdaten reißt nicht ab. Erst kürzlich waren laut BSI über 16 Mio. Email-Konten betroffen. Im Oktober 2012, traf es 150 Mio. Adobe Nutzer und im Frühjahr 2011, zwischen dem 17. und 19. April, mussten 70 Mio. Playstation Network User Accounts dran glauben.

Es wird immer wieder betont, wie wichtig es ist, anständige Passwörter zu verwenden. Denn, dank aktueller Technologie, war es noch nie so einfach Passwörter zu hacken wie heute. Leider verwendet nach wie vor kaum jemand eine 12-stellige Zeichenfolge aus einer Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Auch die wenigen goldenen Regeln, um sich gegen möglichen Identitätsdiebstahl abzusichern, werden, traurig aber wahr, von den wenigsten Nutzern beachtet.

Ein gängiges No-Go, weil es ja umständlich ist, sich für sämtliche Internetseiten verschiedene Passwörter zu merken, ist dasselbe Passwort für sämtliche User-eigenen Accounts zu benutzen. Eine andere Unart ist es, das eigene Geburtsdatum oder ähnliche Informationen zu verwenden, die jeder X-beliebige über eine Person herausfinden kann. Es gibt Passwort-Management-Tools, die Nutzern das Merken, Absichern und Verwalten von Passwörtern abnehmen. Die Nutzung solcher Werkzeuge, für Menschen die nicht das Gedächtnis eines Elephanten besitzen, ist dringend zu empfehlen. Sie sind einfach zu benutzen und können sogar das Ausdenken von sicheren Login-Daten erledigen.

Laut der Analyse von Splashdata auf Basis von Millionen Datensätzen von gestohlenen und im Internet veröffentlichten Passwörtern, hat es wenigstens „password“ mittlerweile auf Platz 2 geschafft. Abgelöst von dem beliebten und absolut nicht empfehlenswerten „123456“.

Worst Passwords 2013: Please Don´t Use

Screenshot: splashdata.com/press/WorstPasswords-2013

Für IT-Experten ist diese Liste ein absoluter Graus. Bescheinigt sie doch nach wie vor der Masse an Internetnutzern eine schlicht weg nahe am Idiotentum-liegenende Ignoranz gegenüber dem eigenen Schutz der Privatsphäre und dem, tatsächlich häufig stattfindenden, Identitätsdiebstahl und dem Mißbrauch von Daten im Internet.

Menschen, die sich nicht darüber bewusst sind, wie heikel es ist, persönliche Daten oder gar Kreditkarten- und Banking-Informationen mit einer Passwort-Phrase wie „abc123“ oder „qwerty“ abzusichern, sei erneut nahegelegt, diese unverzüglich in wesentlich einfallsreichere und kompliziertere Phrasen zu ändern.

Liebe Netzgemeinde, bitte nehmt Eure Privatsphäre und damit selbstverständlich auch die Passwortsicherheit und aktuelle Möglichkeiten für die Verschlüsselung von Daten ernst. Es ist zu Eurem eigenen Schutz! 

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