Die Zukunft von Mobile & Social wird bunt?!
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Die letzten Wochen waren aufregend für die Tech-Community. Hackathons in der ganzen Welt, Googles Developer Conference Google I/O in San Francisco und heiße Diskussionen über die Zukunft von Mobile und Social.

Josh Constine von TechChrunch hatte mit seinem Artikel I/Overload, bezüglich der Vorkommnisse und Neuerungen auf Googles Entwicklerkonferenz, sehr schön getitelt. Alle, die in der IT zu Hause sind, haben sich an die Schnelllebigkeit der Szene gewöhnen müssen. Technologie bedeutet nun mal Fortschritt. Aber sämtliche Innovationen und Produktentwicklungen im Rahmen von Search, Maps, Google+, YouTube, Google Now, Google Play, Music, Games, Chrome, Android sowie die Developer Announcements in eine Mega-Keynote zu packen, war für viele Beobachter einfach zu viel – Overload eben.

Constine geht davon aus, dass Google ganz bewusst diese „single, epic conference“ aufgezogen hat und diese Masse an Neuheiten aufgefahren hat, um auf der ganzen Welt Eindruck zu schinden. Denn in einer über dreistündigen Keynote sämtliche Google-Neuerungen aufzuzählen – so viel Input können nur die wenigsten verdauen. Google hat eben mehr zu bieten als Apple. Genau das ist der Eindruck, der dabei entstehen könnte.

Bereits im Oktober 2012 hatte Eric Schmidt verlauten lassen, dass täglich über 1.3 Millionen Android Devices aktiviert werden. Aktuell sind es sogar schon 1,5 Millionen Geräte täglich. Nach Apple ist Google daher das zweit-profitabelste Tech-Unternehmen weltweit und Mobile ist der eindeutige Wachstumstreiber. 

Auch im Rahmen der wachsenden App-Download-Zahlen sind die Smartphone-Verbreitung sowie die zunehmende mobile Nutzung des Webs für die permanenten Wachstumsschübe verantwortlich zu machen. 

Die Kolumne von Keith Teare auf TechChrunch thematisiert beeindruckend das aktuelle Dilemma rund um Mobile, Social & Co. Zwar schreiben sich aktuell alle „Mobile First“ auf die Fahnen, tatsächlich sind in der Tech-Szene die Web-Companies aber noch stärker vertreten. Selbstverständlich positionieren sich Apple, Google oder auch Microsoft klar Richtung mobile Web. 

Das interessante ist, dass Hypes und Trends in der IT-Szene auch immer recht schnell abflachen und ihren Reiz verlieren. Vergleichbar auch mit dem Social-Network-Wahnsinn der letzten Jahre, der aktuell immer stärker ins Hintertreffen gerät. Allerdings kann man schon seit Jahren unter Techies den akuten Trend erkennen, eher schlanke und vor allem ausgewählt dedizierte Services und offene Standards zu verwenden. Zum einen um das Abhängigkeitsverhältnis so gering wie möglich zu halten, zum anderen, um als Early Adopters die Technologieentwicklung weiter voranzutreiben.

Telefone als solche waren, wie esTaere auf den Punkt bringt, schon immer als „social tools“ konzipiert: Sie dienen der Kommunikation und bringen Menschen zusammen. Kritisch ist zu betrachten, dass man mir als User aufdrängen will, welche Kommunikationsservices ich zu nutzen habe. Ob der Beginn der neuen „Mobile Ära“ tatsächlich das Aus für die „Social Ära“ oder die Social Networks bedeutet, wage ich zu bezweifeln. Ich persönlich glaube nicht daran, dass sämtliche Web-User denselben Service oder identische Software verwenden wollen, insbesondere wenn es sich nicht um einen offenen Standard handelt. Möglicherweise liege ich damit auch falsch oder bin da zu optimistisch. Wir werden sehen.

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