Umfrage und CES-Ausblick

Diese Technologien erwarten die Deutschen bis 2020
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Smartcars, Drohnen und Virtual Reality gehören laut einer Umfrage zu den technischen Neuerungen, die bis 2020 erwartet werden. Welche Gadgets und IT-Neuerungen werden tatsächlich auf uns warten? Ein kurzer Blick in die Zukunft und auf deutsche Vorlieben.

Wie wird der Alltag im Jahre 2020 hierzulande aussehen? Werden die Kids endlich Hoverboard fahren und R2D2 die Küchenarbeit übernehmen? Wohl kaum, wenn es nach rund 1000 Befragten einer repräsentativen Umfrage im Oktober letzten Jahres geht, werden wir uns wohl doch eher wie erwartet mit computergesteuerten Autos und Drohnen zufrieden geben.

Autos sind des Deutschen liebstes Thema

Die deutsche Industrie für schicke Fortbewegungsmittel wird also auch in Zukunft ihre Abnehmer finden, denn vorne weg wurden 41,8 Prozent selbstfahrende Autos als favorisierte Zukunftstechnologie genannt. Werfen wir einen Blick auf die heute endende Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, scheinen die Deutschen zumindest in dieser Hinsicht einen Riecher zu haben.

BMW und Mercedes machen es vor

SmartCars, die mit dem Internet verbunden sind und spezielle für den Bordcomputer entwickelte Apps wie Apples CarPlay, Android Auto oder auch Spotify machen Fortbewegung auch im digitalen Sinne mobil. Deutsche Hersteller wie etwa Mercedes arbeitet in Kooperation mit LG an einem selbstfahrenden Auto mit 360° Kameras. BMW präsentierte hingegen mit seinem i3 einen mit Sensoren vollgestopftes Elektroauto, das per SmartWatch gesteuert werden kann oder auch selbstständig einparkt. Damit wären wir auch schon beim zweiten Zukunftstrend: SmartWatch und Wearables.

Smartwatches und Livetracking kommen ganz bestimmt

Laut der Studie von Statista, bei der auch Mehrfachantworten möglich waren, kommen Smartwatches nur 21,8 Prozent Bedeutung in Zukunft zu. Mit Blick auf die CES soll den tragbaren Geräten aber deutlich mehr Aufmerksamkeit zukommen. Nicht nur, dass jetzt schon viele heiß sind auf die für März angekündigte Apple Watch, nein, künftig sollen Gadgets am Handgelenk, auf der Nase oder in unserer Kleidung uns ständig und überall mit dem Netz interagieren lassen. myBrain Technologies experimentiert beispielsweise mit einem Stirnband, das die Hirnströme misst und bei computerattestiertem Stress beruhigende Musik für seinen Träger spielt. Hört sich aus heutiger Sicht noch ziemlich überflüssig an. Livetracking und Fitness-Gadgets dürfte aber wohl bald jeder Sportler, der seine Performance verbessern will, an, um und mit sich tragen.

Drohnen für die Freizeit

Drohnen überfliegen Deutschland. Mit 37,7 Prozent für Drohnen, die den Paketversand regeln, liegt das Thema gleich hinter den Autos und noch vor Virtuell Reality mit 31,8 Prozent. Drohnen, die überwiegend wegen Amazons Testversuchen in der deutschen Presse kursierten und offenbar auch im Sinn verhaftet blieben, scheinen hier bei den Befragten zwischen 14 und 64 Jahren ein großes Thema zu sein. Und auch in Las Vegas wurden Drohnen vorgestellt, die aber überwiegend für die Freizeit zum Einsatz kommen und dem Thema Selfie eine neue Dimension verleihen könnten, wenn etwa bei einem Ausflug immer eine Minidrohne über den Köpfen kreist und Fotos von seinen Besitzern schießt.

Virtuelle Realitäten gehören bald zum Alltag

Die Erwartungen zu Virtual Reality mit Helmen und speziellen Brillen werden auch auf der CES nicht enttäuscht. Die Firma Oculus VR ist dort zum Beispiel mit dem VR-Headset Oculus Rift anzutreffen. Überraschung bot HP Messebesuchern mit einem Virtual Reality Bildschirm, der mit Hologramm-Technik arbeitet, – für den aber weiterhin eine Brille benötigt wird. Die wirklich coolen Gadgets wie das Holodeck aus Enterprise bleiben also weiteren Data und Jean-Luc Picard vorbehalten – Mist.

Deutsche wünschen sich, dass alles so bleibt wie bisher

Überraschenderweise machten für „keine Neuerungen“ rund 14, 8 Prozent ihr Häkchen. Wenigstens in Deutschland bleibt alles beim Alten, wenn’s schon in der restlichen technikbegeisterten Welt rund geht und die Leute mit ihren Kühlschränken kommunizieren, um sicher zu gehen, dass noch ein Bier nach Feierabend kalt steht. Das Thema SmartHome ist interessanterweise für die Deutschen kein zukunftsweisendes Thema, obwohl sich auch hier viel tut, z.B. in Sachen zentraler Hub zur Steuerung aller hausinternen IOT-Gegenstände.

Gute und schlechte Technologien

Wenn’s schon kein Hoverboard gibt, bleibt zu hoffen, dass wenigstens der Bau des Todessterns noch eine Weile auf sich warten lässt.

Infografik: Diese Technologien erwarten die Bürger Deutschlands | Statista

Shutterstock: LOS ANGELES, CALIFORNIA – USA – JUNE 8, 2014: DMC De Lorean on exhibition at the annual event Supercar Sunday on June 8, 2014 in Los Angeles, USA via Shutterstock / Urheberrecht: betto rodrigues 

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