E-Mail-Provider im Test: Gmail, Outlook und iCloud
Kommentare

E-Mails haben sich in den vergangenen Jahren nicht großartig weiterentwickelt, die Art wie wir sie versenden aber schon. Wo früher noch bei fast jedem Outlook oder Outlook Express herhalten musste, um die Nachrichten über POP vom Server zu ziehen, erledigt heute der Großteil der Privat-Nutzer alles im Web. Bei der hohen Anzahl an Angeboten, welche die verschiedenen Email-Provider derzeit für Nutzer bereit halten, ist es nicht immer leicht, einen Überblick zu behalten. Wir stellen daher die größten E-mail Anbieter iCloud, Outlook und Google Mail im Test gegenüber. 

Drei E-Mail Anbieter im Test

Für unseren Vergleich schauen wir uns die drei prominentesten Anbieter an, die es derzeit auf dem Markt gibt: Gmail von Google, Outlook.com von Microsoft und iCloud von Apple.

1. Platz: Gmail – der Allmächtige

Gmail ist der älteste der drei Provider, der von sehr vielen genutzt wird. Im Jahr 2004 als Beta-Projekt gestartet, kamen mit der Zeit immer mehr Funktionen hinzu, die den Nutzer allmählich an den Google-Dienst gebunden haben. Zum Beispiel gibt es aktuell einen integrierten Cloud-Speicher (Google Drive), der zusätzlich zu den 5GB E-Mail-Speicher weitere 10GB für jeden Kunden bereithält.

Der integrierte Chat (Hangout) eignet sich zum Chatten und zur Video-Telefonie (auch mit mehreren Teilnehmern). Via Smartphone Apps für unterschiedliche Plattformen ist die Kommunikation über den Hangout-Kanal auch über verschiedene Geräte möglich. Einzige Voraussetzung: ein Google-Konto.

Mit der Verbindung des eigene Google Kontos mit Google Drive ist darüber hinaus eine Office-Alternative zu finden. Hier können Dokumente, Tabellen und Präsentationen erstellt und bearbeitet werden. Das alles funktioniert direkt im Browser. Schwer tut sich Google, wie sollte es anders sein, mit Microsoft-Formaten. Will man etwa ein Word-Dokument bearbeiten, muss dieses zunächst in das Google-Doc-Format konvertiert werden. Die Änderungen finden sich dann auch nur in der konvertierten, nicht aber in der Original-Word-Version wieder.   

Eine weitere Web-Anwendung von Gmail ist der Kalender, der mit Freunden geteilt werden kann. Zu seinerzeit war der Google-Kalender der erste seiner Art und für manche sogar ein Grund, sich einen Account einzurichten. Im Google Mail Test hat der Anbieter auf jeden Fall einen mehr als positiven Eindruck hinterlassen, weswegen er sich bei uns auch auf dem 1. Platz wiederfindet. 

Auch kann Google Mail bereits auf dem iPhone eingerichtet werden (siehe Video) – der Provider erweist sich damit sehr flexibel.

 

Übrigens: In Deutschland hatten Nutzer bis zum 26. Juni 2012 offiziell eine @googlemail-Adresse (der Versand an die Endung @gmail funktionierte aber auch). Erst danach konnte Google die Markenrechte für den Namen Gmail sowie die Domain gmail.de von einer Hamburger Briefpostfirma übernehmen, die den Namen G-mail bereits vor Google gewerblich nutzte und auch angemeldet hatte.

Endungen: @gmail.com, @googlemail.com

 

2. Platz: Outlook.com – ein neuer Stern am Himmel

Outlook.com gibt es offiziell seit dem 19. Februar 2013. Microsoft löst damit das bisherige Hotmail ab. Der Outlook-Webmailer steht Gmail in Sachen Design, Nutzerfreundlichkeit und Funktionalität wirklich in nichts nach, übertrifft diesen sogar in einigen Punkten, was ja wohl auch so gewollt war.

Die integrierte Cloud des Outlook-Kontos nennt sich Skydrive und bietet 7GB kostenlosen Speicher an, anfangs waren es sogar noch 25GB. Wie viel E-Mail-Speicher noch oben drauf kommt, ist nicht ganz eindeutig. Auf den Hilfeseiten Microsofts steht, dass der Speicherplatz automatisch erweitert wird, sodass immer genügend Platz für E-Mails zur Verfügung steht.

Über Skydrive können auch Dokumente angelegt und bearbeitet werden. Word, Excel und Powerpoint stehen als Web-App mit eingeschränktem Funktionsumfang zur Verfügung.

Wirklich intelligent gelöst hat Microsoft den integrierten Messenger. Dieser lässt sich mit Facebook und Skype verknüpfen, was eine direkte Kommunikation über die beiden Dienste ermöglicht.

Der Outlook-Kalender sieht optisch schöner aus als der von Google und kann im Grunde dasselbe. Teilen und fremde Kalender importieren ist also kein Problem. 

Wer sich vom Zweitplatzierten jetzt hat überzeugen lassen, der kann Dank eines neuen Microsoft Tools ganz leicht von Gmail auf Outlook wechseln

Endungen: @outlook.de, @outlook.com, @hotmail.de, @hotmail.com, @live.de

3. Platz: iCloud.com – auf dem Desktop gewöhnungsbedürftig

Apples Online-Dienst ist vollkommen anders aufgebaut als die beiden anderen. Die Oberfläche ist von iOS abgekupfert und wirkt am Desktop eher fremdartig. Für iPhone-Besitzer bietet das Portal den Vorteil, dass alle Kontakte, Kalendereinträge, Mails, Notizen und Erinnerungen, die am mobilen Gerät eingetragen wurden, auch dort auftauchen.

Zusätzlich gibt es die iPhone-Suchen-Funktion mit einigen weiteren Sicherheitsfunktionen wie der Fernsperre. Für die Office-Alternative iWork wird man von Apple zur Kasse gebeten. Für die Apps Keynote, Pages und Numbers (Pendant zu Powerpoint, Word und Excel) fallen jeweils 8,99 Euro an.  Eine kostenlose Web-Alternative gibt es noch nicht – allerdings kann diese bereits getestet werden.

Endungen: @icloud.com, @me.com (Nur Bestandskunden, wird nicht mehr vergeben)

Was ist die iCloud und welche Vorteile bringt sie?

 

Aufmacherbild: e-mail von Shutterstock / Urheberrecht: Krasimira Nevenova

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -