Schafe im Netz

Echt Jetzt!? Google Sheep View – Suchspiel für Schafsammler
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Das Netz entdeckt das Schaf für sich. Ein Suchspiel auf Google Maps bietet Geodaten-Sammlern und Endeckern die geeignete Plattform für ihre Expeditionen. Von der einfachen Herde bis zur absurden Schaftäuschung in der Natur ist alles bei Google Sheep View vertreten.

Kätzchen sind im Netz allgegenwärtig und dabei zugleich das süßeste und nervigste „Phänomeme“ schlechthin – doch sie bekommen Konkurrenz: Die Rede ist nicht von Hundewelpen sondern von Schafen. Google Sheep View ist das ehrgeizige Projekt von Ding Ren und Mike Karabinos, die aus Versehen ihre neue Vorliebe für Schafe entdeckt haben und immer mehr Leute für die Schafsuche über Google Street View begeistern. Schafe zu zählen war gestern. Die Maps nach Schafen und dem, was irgendwie danach aussieht, zu durchsuchen ist neuerdings die schönste Beschäftigung im Netz. Und das alles nur, dank eins Freudschen Versprechers: „Ey, kannst du mal bei Google Sheep View was nachschauen?“ – war der Anfang einer großen Leidenschaft, bekräftigen die Macher der Seite, die schon als Kinder gern aus dem fahrenden Zug blickten und die Schafe auf der Weide beobachteten. Das unbewusste Kindheitserlebnis in Verbindung mit ihrer Spiellaune, die sie sonst durch GeoGuessr befriedigten, beförderte Google Sheep View zu Tage.

Spielspaß und Hypnose für Schaf-Such-Zocker

Das Projekt sei rein aus Eigeninteresse entstanden, bekräftigen die Macher. Google habe damit nichts zu tun, Maps biete lediglich die Spielfläche. Gesucht werden Orte, die das Schaf zum Mittelpunkt haben. Von einfachen Weiden mit Schafen, Straßen voller Schafe bis hin zu einzelnen Schäfchen, die in die Stadt ausgebüchst sind, ist viel Gewöhnliches dabei – aber auch Absurdes. Skurril wird es, wenn Dinge entdeckt werden, die zwar wie ein Schaf aussehen, aber keines sind – wie etwa ein Zelt in den USA oder eine Felsformation in Australien. Diese Schnappschüsse werden in der Abteilung Outtakes gesammelt. Der Fantasie sind auch hier keine Grenzen gesetzt, zu sehen, was man sehen möchte. Das Spiel dient der Sammellaune und dürfte sich ebenso zum Einschläfern eignen. Schöne Funde können natürlich gepostet werden. Die Aufmerksamkeit und Anerkennung anderer Schäfchensammler dürfte einem damit gewiss sein. Wer heute noch allein mit der Eisenbahn im Keller spielt ist selbst schuld, wenn es so viel zu teilen gibt. Auf Tumblr kann man dem Projekt folgen und auf dem neuesten Stand der Schafentdeckungen dieser Welt bleiben.

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