Wo wohnt es sich am besten?

Echt Jetzt!? Makabere Immobiliensuche mit Housecreep
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In den USA können sich Haus- und Wohnungssuchende auf Housecreep umsehen, wo es sich zu leben lohnt und wo nicht. Schnäppchen lassen sich finden, wenn der Vorbesitzer im Haus ermordet wurde oder in der Nähe Crystal Meth produziert wird.

So, wie es beliebte Stadtviertel gibt, wo die Prominenz zuhause ist und die Kriminalitätsrate gering ist, gibt es Häuser und Viertel, in denen man lieber nicht einziehen möchte. Ein Seitenbetreiber aus den USA will mehr Transparenz schaffen und zeigen, wo es lebenswert ist und wo eher nicht. housecreep.com hat es sich mit dem Slogan „Wo Wände reden“ zur Aufgabe gemacht, das Immobiliengeschäft mal aus einer etwas anderen Perspektive abzuhorchen – gemeinsam mit den Nachbarn. So werden auf der Seite etwa Häuser und Straßen auf der Karte verzeichnet, in denen einst Prominente lebten, in denen es mal gebrannt hat oder die durch Straftaten auffällig wurden. Die Plattform für Häuser-Schnäppchenjäger hat allerdings ihr Eigenleben entwickelt: Wo sich das nächste Crystal Meth Labor befindet oder sich jüngst ein Mord ereignete, lässt sich nämlich ebenso leicht auf der Karte ausfindig machen, wenn man ein wenig herumstöbert.

Schnäppchen-Immobilie in Hollywood gesucht? Vielleicht klappts hier Screenshot: www.housecreep.com

Schnäppchen-Immobilie in Hollywood gesucht? Vielleicht klappt’s hier.
Screenshot: www.housecreep.com

Neue Geschäftsidee für Makler und Wohnungssuchende

Ein Blick in die Hollywood Hills etwa offenbart, dass dort nicht nur Stars unterwegs sind, sondern auch reichlich Leute ums Leben kamen. Wurde beispielsweise kürzlich jemand umgebracht und dies in den News präsentiert, so wird von der Community das entsprechende Haus mit dem Vorfall markiert. Zudem können Nachbarn selbst ihre Geschichten einpflegen und diskutieren, ob es sich in der Gegend zu leben lohnt. Das ist praktisch, wenn das Haus beispielsweise durch einen Brand leer steht und sich direkt der nächste Makler oder Interessent der Immobilie annehmen kann. Der Übersicht halber wird auch immer gleich angezeigt, was passiert ist und wann oder wie der Betroffene umgekommen ist. Was nach einem makaberen Scherz klingt, mausert sich in den USA gerade zu einer Geschäftsidee mit etwa 20.000 Immobilien.

In Deutschland funktioniert der Dienst „noch“ nicht. Vielleicht findet sich ja ein Tech-Inkubator der diese Idee aus Übersee auch auf unseren Markt bringt. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass Transparenz auch ihre ethischen Grenzen braucht.

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