eCommerce-Analyse-Tool Wunderdata – Startup-Interview
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Die Feiertage sind vorbei und viele von uns haben ihre Weihnachtsgeschenke (wie so oft) im Internet besorgt. Nach dem Fest folgt für Betreiber von Online Shops nun der Kassensturz und die Zeit für Statistiken und Bilanzen ist angebrochen: Wie sah das Nutzerverhalten der Online-Kundschaft aus? Als Analyse-Grundlage dient dabei oft eine Flut an Zahlen aus verschiedenen Quellen, deren Auswertung sich oft als Sisyphos-Aufgabe erweist. Dabei ist eine systematische und kontinuierliche Evaluation dieser Werte für den Erfolg und die Weiterentwicklung von Online Shops unerlässlich.

Das Berliner Startup Wunderdata nimmt sich genau dieser Aufgabe an und möchte seinen Nutzern ein Werkzeug an die Hand geben, dass übersichtliche Auswertungen verspricht. WebMagazin schaut heute mit Richard Neb, dem CEO von Wunderdata, hinter die Kulissen der neuen Business Intelligence Lösung:

WebMagazin: Erkläre uns doch bitte das Prinzip von Wunderdata, wie funktioniert Eure Idee?

Richard: Wunderdata ist eine Business Intelligence Lösung für Online Shops. Das Wunderdata Tool zieht sich automatisch Daten aus verschiedenen Quellen des Kundensystems (Shopdatenbank, Google  Adwords, Affili.net etc.) und erstellt daraus ein voll funktionsfähiges Data Warehouse. Dabei profitiert der Kunde von unserem BI Know-how und erhält komplexe Dashboards, Pivot Tables und Charts ohne selbst die logischen Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Daten modellieren zu müssen, so wie dies bei anderen Tools üblich ist.

Stefan Ladenthin

Stefan Ladenthin, CPO Wunderdata ©Mick Nite

WebMagazin: Wo steht Ihr bei der Entwicklung von Wunderdata gerade?

Richard: Die Beta-Version ist bereits seit mehreren Monaten bei unseren Kunden täglich im Einsatz und wir bekommen positives Feedback. Wir justieren noch ein paar Feinheiten nach und werden in Kürze launchen.

WebMagazin: Was macht Wunderdata besonders, wer sind Eure Mitbewerber und was unterscheidet Euch vom Rest?

Richard: Konkurrenzprodukte zielen darauf ab, dass der Kunde sich seine individuelle Lösung möglichst einfach selbst zusammen bauen kann. Das führt dazu, dass jeder Kunde aufs Neue versucht die selben Probleme zu lösen. Das verursacht lange Implementationszeiten, erfordert Know-how und kostet viel Geld.

Durch den Fokus auf eCommerce haben wir die Hindernisse aus dem Weg geräumt: Das Tool ist in 5 Minuten implementiert, die Dashboards sind sofort funktionsfähig und vorkonfiguriert und selbst komplexe Analysemethoden lassen sich mit wenigen Klicks durchführen.

Kein Tool auf dem Markt, das diese Analysetiefe bietet, ist so einfach zu bedienen und zu implementieren.

mike rötgers

Mike Rötgers, CTO Wunderdata ©Mick Nite

 

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler Eures Monetarisierungskonzepts, wie verdient Ihr Geld?

Richard: Wir nutzen ein klassisches Software as a Service Modell. Der Kunde zahlt einen monatlichen Beitrag und bekommt das volle Paket inkl. vorkonfigurierter Dashboards, Wartung, Hosting und Support.

WebMagazin: Wie seid Ihr auf die Idee von Wunderdata gekommen, und was habt Ihr vorher gemacht?

Richard: Wir kennen uns aus der Zeit bei Casacanda bzw. Fab.com. Dort haben wir mit verschiedenen Business Intelligence Tools gearbeitet und gesehen, dass die Angebote auf dem Markt sich nicht für mittelständische Online Shops eignen. Da wussten wir: das können wir ändern. Dank der Erfahrungen im eCommerce und Business Intelligence Bereich konnten wir das Tool effizient umsetzen.

WebMagazin: Was sind Eure nächsten Meilensteine, und was wollt Ihr in den kommenden sechs Monaten erreichen?

Richard: Wir werden in Kürze launchen, es kommen neue Dashboards und APIs dazu und wir werden mehr Features veröffentlichen.

Auf der Akquise-Seite werden wir viel Experimentieren um herauszufinden, welcher Marketing-Kanal am besten für uns funktioniert.

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