eCommerce Trend: Luxusartikel im Web
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Nicht erst seit 2012 ist klar, dass sich der Markt für Luxusgüter im Web rasanten Zuwachsraten erfreut. White Communication hatte in einer Digitalen Luxusstudie letztes Jahr festgestellt, dass sich fast 50 Prozent der befragten 30-49 Jährigen im Netz über Luxusprodukte informieren.

Der Anteil des Online-Kanals am weltweiten Luxusmarkt wurde von den Konsumenten hingegen lediglich auf fünf Prozent geschätzt. Die Einschätzung der Verbraucher ging damals nicht so recht einher mit den Hochrechnungen von Unternehmen. Eine Untersuchung von McKinsey im Mai 2012 bezifferte den Luxusmarkt auf 6,2 Millarden Euro, dabei sollten rund 20 Prozent der Umsätze im Web entstehen. Auch Altagammas Luxury Index hat andere Zahlen vorzuweisen.

Gänzlich abseits von den teils widersprüchlichen Ziffern ist klar: Mode, Accessoires, Designware, Möbel, Schmuck, Uhren, Lebensmittel, Getränke, Luxus-Gastronomie, Luxus-Reisen, Fahrzeuge und Yachten stehen hoch im Kurs – auchim Web. Und Luxusmarken wie Prada, Cartier, Burberry, Ralph Lauren und Co. wird nahe gelegt, nicht allzu viel Potenzial zu verschenken und mit einer eindrucksvollen und User-freundlichen Digitalstrategie beim kaufwilligen Publikum zu punkten.

Laut Internet World macht es Burberry vor. Das Mode-Unternehmen soll im letzten Jahr seinen Umsatz um satte 57 Prozent gesteigert haben, so hieß es auf der DLD-Womens Conference in München. Da es heutzutage nicht ausschließlich um ausgefallene Shopping-Websites, sondern besonders auch um Präsenz in den sozialen Medien geht, wird eine klare und vor allem bildlastige Strategie über sämtliche Kanäle hinweg empfohlen. So ziehen die Luxusmarken stetig nach. Erst kürzlich ging der französische Luxuskonzern Kering mit insgesamt acht Markenshops online. 

Die aktuelle Studie „Connected Brand Index Germany“ von iCrossing bescheinigt den Luxusanbietern einige noch zu meisternde Herausforderungen. So heißt es in der Untersuchung, dass nach wie vor eine inkonsistente Marken-Positionierung vorherrscht. Auch werden aktuelle Technologien wie Localization, die Aktivität in sozialen Medien sowie Premium- oder Zielgruppen-gerechte Online-Shops vermisst. Es gibt also noch einiges nachzuholen. Denn Weltbekanntheit ist nicht zwingend das federführende Verkaufsargument. Um bei den Kaufinteressierten tatsächlich online zu überzeugen und das Vertrauen in das jeweilige Produkt aufrecht zu halten, ist wesentlich mehr Aufwand zu betreiben, als die pure Implementierung eines einfachen Shopping-Systems mit Analytics-Lösung im Backend.

So hatte White Communication in Zusammenarbeit mit Tomorrow Focus Media bereits 2012 vorausgesagt, dass besonders die jüngeren Zielgruppen von digitalen Medien wesentlich stärker beeinflusst werden und mit den Online-Medien deutlich souveräner umgehen, als die älteren Semester. Werdet endlich digital! Das ist ein Credo, welches sich nach wie vor branchenübergreifend stärker etablieren sollte.

Aufmacherbild: red basket shopping with luxury diamond vector illustration Foto von Shutterstock / Urheberrecht: LeArchitecto

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