Ein Drittel aller BlackBerry-Apps kommen aus derselben Entwickler-Schmiede
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Über ein Drittel aller verfügbarer BlackBerry-Aps stammen aus der asiatischen Entwickler-Schmiede s4bb: Das behauptet das Online-Portal Berryreview.com.

Demnach scheint BlackBerry in der Mobile-OS-Aufholjagd gegen Apple und Google künstlich nachgeholfen zu haben. Erst vor wenigen Monaten verkündete BlackBerry stolz, 120.000 Apps im hauseigenen App-Store BlackBerry World anbieten zu können. Diese Zahlen wirken aber angesichts der rund 900.000 iOS- und 700.000 Android-Apps, noch vergleichsweise gering. Zu allem Überfluss will Berryreview erfahren haben, dass ein Großteil der rund 47.000 Apps von s4bb zudem minderwertiger Natur seien.

So findet man etwa Tour-Guides zu Städten, die keiner kennt (wo in Polen liegt bitte Gdynia?) oder E-Books von Titeln, deren Copyright schon lange abgelaufen ist. Masse statt Klasse, Hauptsache die Statistik sieht gut aus? Das kann nicht BlackBerrys Ansatz sein.

Auch Microsoft versucht händeringend, seinen Windows Store mit Apps zu füllen (106.000 Apps im Juli 2013) und belohnt US-Entwickler sogar mit einer Prämie in Höhe von 100 Dollar pro neuer Windows-App. Eine Werbestrategie, die auch BlackBerry verfolgt, um das App-Angebot zu erweitern. Zudem versucht der Konzern schon länger, das Image eines freudlosen Business-Geräte-Herstellers abzuschütteln. Ob und wie stark die jüngsten Enthüllungen BlackBerrys Image zusätzlich schaden werden, bleibt abzuwarten.

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