Erneute Hacker-Angriffe auf Fritzbox
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Hacker haben eine Sicherheitslücke im Fritzbox-Router ausgenutzt. Durch missbräuchliche Telefonverbindungen können hohe Kosten entstehen. AVM empfiehlt Nutzern, sofort ein Sicherheitsupdate mit der aktuellen Firmware durchzuführen.

Hacker-Angriffe auf Fritzbox bereits im Februar

In vielen deutschen Haushalten findet man die Fritzbox. Bereits im Februar berichteten wir über die Sicherheitslücke, durch die Hacker auf den Router zugreifen konnten und durch Telefonate ins Ausland und „unsaubere“ Datenverbindungen immense Kosten verursachten. Daraufhin hatte AVM ein Sicherheitsupdate herausgegeben, das die Lücke schließen soll.

Fritzbox-Sicherheitslücke erneut von Hackern genutzt

Jetzt hat Adobe auf der Website des Kunden-Supports erneut eine Warnung herausgegeben, dass offensichtlich Hacker wieder versuchen, ebendiese Sicherheitslücke auszunutzen.

Aktuell suchen die Betrüger gezielt nach Geräten, bei denen das Update und die Neuvergabe der Kennwörter versäumt wurden. Dies betrifft zwar nur einen verschwindend geringen Anteil aller installierten Geräte. Jedoch können diese im Ausnahmefall über einen längeren Zeitraum von den Telefonbetrügern missbraucht werden.

Wie auch schon Anfang des Jahres werden über die gehackten Boxen Telefonate ins Ausland geführt, vor allem nach Sierra Leone, Kuba und Afghanistan. Außerdem können die Hacker über den Router die Internetdaten auslesen und den Internetzugang mitbenutzen. Manche Nutzer haben Daten zu E-Mail-Konten oder anderen Internetdiensten auf der Fritzbox hinterlegt, die durch das Leck nicht mehr sicher sind. Auch gespeicherte Passwörter sollten dringend geändert werden.

Viele User nutzen noch veraltete Software

Wie aber ist dies trotz des Sicherheitsupdates möglich, das eigentlich die Lücke stopfen sollte? Viele Nutzer haben die aktuelle Firmware nicht installiert, nur 20% der Fritzbox-Besitzer nutzen die aktuelle Version mit den Patches. Vor allem User, die die Aktualisierung nicht selbst durchführen können oder immer noch auf das automatische Update der Software-Version FritzOS 6.20 warten, sind gefährdet.

Software dringend auf den neusten Stand bringen

AVM rät dringend dazu, die Software auf den neusten Stand zu bringen, um die Sicherheitslücke zu patchen. Das funktioniert folgendermaßen:

  • Im Browser fritz.box eingeben und so die Benutzeroberfläche öffnen

  • auf Assistenten klicken

  • Update oder Firmware aktualisieren auswählen

 

 Aufmacherbild: wireless router for internet connection via Shutterstock / Urheberrecht: santol

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