EyeEm startet Angriff auf Instagram, Flickr und Co.
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Seit seiner Gründung 2011 hat es die Berliner Foto-Community EyeEm bereits auf weltweit über 10 Millionen Nutzer geschafft. Damit griff man den Trend der Handyfotografie genau rechtzeitig auf und verzeichnet weiterhin rasant wachsende Nutzerzahlen.

Mit dem Wechsel von Flickr-Produktchef Markus Spiering zu EyeEm im April hat man sich nun für das Business Development nicht nur Erfahrung, sondern vor allem beste Kontakte nach Nordamerika ins Team geholt. Gerade weil der Großteil der Nutzer mittlerweile aus den USA stammt, sollen Büros in New York und San Francisco folgen.

Mittlerweile arbeiten circa 40 Mitarbeiter in den Büros in Berlin Kreuzberg für den globalen Erfolg der Foto-Community. Instagram muss auf Grund der Parallelen  beider Portale natürlich als Referenz genannt werden. Die amerikanische Foto-Community mit mehr als 200 Millionen Nutzern bietet beispielsweise ebenfalls die Möglichkeit, Nutzern zu folgen und ihre Fotos zu „liken“. Auch die Fotofilter gibt es, wobei sich EyeEm demgegenüber bewusst nicht allein auf „Retro-Charme“ beschränkt. 

Mit dem EyeEm Market will man zukünftig auch professionellen Bildkäufern Material von Fotografen aus der Community anbieten. Dabei kooperiert man mit dem Bilderdienst Getty Images. Die Fotografen behalten dabei das Copyright an den Fotos und erhalten 50 Prozent der Einnahmen. 

Im Bereich der Schaukasten-Plattformen muss man sich zwangsläufig mit Unternehmen wie Flickr oder 500px messen, auch Einzelbildverkaufsplattformen wie Shutterstock bieten bereits ähnliche Produkte an. 

Ob sich EyeEm in diesem umkämpften Markt der professionellen Foto-Vermittlung durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Dass die Community Interesse an dieser Vermittlung hat, zeigten bereits die EyeEm-Missionen, bei denen die Nutzer nach inhaltlichen Vorgaben von Partnern wie Lufthansa oder Nike eigene Fotos einreichen konnten. Diese fanden dann in Unternehmens-Kampagnen Verwendung.

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