Facebook beendet Timeline-Rechtstreit mit Vergleich in Millionenhöhe
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Facebook hat den Rechtsstreit mit Timelines, Inc. mit einem Vergleich abgeschlossen. Nach einer Schadensersatzzahlung in Millionenhöhe darf das Social-Media-Potal das Timeline-Design weiterhin nutzen.

Wie the Verge berichtet, hatte das 2009 gegründete Unternehmen Timelines, Inc. aus Chicago im September 2011 gegen Facebook Klage eingereicht, nachdem Facebook die Timeline-Feature seit einer Woche neu eingeführt hatte. Timelines Inc., das eine Website mit rund 1.000 aktiven Nutzern betreibt, sah durch den Launch der neuen Facebook-Aufmachung sein Markenrecht verletzt. Das Unternehmen warf Facebook dabei vor, sowohl die Funktionen des Tools als auch den Namen von Timelines.com kopiert zu haben. Auf dieser Website haben Nutzer ebenfalls die Möglichkeit, Zeitleisten anzulegen, um historische Ereignisse, Sportveranstaltungen oder Forschungsfortschritte festzuhalten und zu dokumentieren. Timelines, Inc. forderte Entschädigungszahlungen in Höhe der Werbeinnahmen, die der Social-Media-Konzern mit seiner Timeline erwirtschaften konnte.

Facebook argumentierte in einer Gegenklage, den Begriff Timeline nur allgemein zu nutzen, nicht aber im Sinne des eingetragenen Markennamens, doch wurde die Klage im April dieses Jahres abgewiesen. Jetzt geht aus dem bei der amerikanischen Börsenaufsicht eingereichten Quartalsbericht hervor, dass es zu einer Einigung der Unternehmen gekommen sei. Zwar gehen aus diesem Bericht keine genauen Angaben zur Schadensersatzhöhe hervor, doch gehen Experten davon aus, dass Facebook einen sechsstelligen Betrag an Timelinc.Inc überwiesen hat. Grund für diese Annahme sind die gestiegenenen Kosten der allgemeinen Posten und der Verwaltungskosten, die im Vergleich zum Vorquartal um 69 Prozent auf rund 176 Millionen gewachsen sind. Ein Teil der bekannten Ausgaben fällt dabei auf die Einigung mit dem amerikanischen Technologieprovider Summit 6. Summit 6 hatte Facebook wegen Patentsverletzungen bei der Komprimierung von digitalen Bildern verklagt.

Bisher hat Facebook keine Stellung zum Timeline-Verfahren genommen. Es ist jedoch anzunehmen, dass das Unternehmen auch weiterhin den Namen und die Funktionen nutzen wird.

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