Facebook-Commerce
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Die Verwendung des Begriffs „Facebook-Commerce“ verwirrt bisweilen. Sehr häufig wird dieser Begriff mit der Integration eines Shops in den Facebookauftritt eines Unternehmens gleichgesetzt. Für die Maßnahme, mit seinem Shop dort zu sein, wo sich die Kunden aufhalten, gibt es einige gute Umsetzungsbeispiele, aber bisher weitaus mehr unausgereifte Versuche. Viele der Shops machen keine gute Figur, manche scheiterten gar komplett und wurden wieder geschlossen. Aber ist Facebook-Commerce wirklich mit der reinen Shopintegration in Facebook gleichzusetzen?

Mathias Kempowski, Berater für Firmenblogs und Unternehmensseiten auf Facebook und selbst auch Blogger, fasst den Begriff weiter und legt mit der Neuerscheinung „Facebook-Commerce. Erfolgreich auf Facebook verkaufen: Marketing, Shops, Strategien, Monitoring“ ein Buch vor, das sich allen Aspekten des Facebook-Marketings widmet.

Das Buch richtet sich an Einsteiger ohne jegliche Erfahrungen in sozialen Netzwerken. Der Autor macht dies selbst an mehreren Stellen im Buch deutlich. Er spricht Personen an, die selbstständig oder in einem kleineren Unternehmen arbeiten, die bisher die Möglichkeiten, die Social Media Marketing bietet, ignoriert und nun entschieden haben, sich diesem für sie neuen Thema zu öffnen und sich auf Facebook, das größte Netzwerk, zu konzentrieren. 

Grundlagen Schritt für Schritt

Dementsprechend ist der Aufbau des Buches gestaltet. In den ersten fünf Kapiteln schildert Kempowski die absoluten Grundlagen von Facebook und des Facebook-Marketings. Wie funktioniert die Anmeldung, wie werden Unternehmensseiten eingerichtet, was sind Facebook-Gruppen, wie werden Zielgruppen und Ziele definiert, ein Redaktionsplan erstellt und Fans generiert. Auch in Kapitel sechs geht es noch immer um Basiswissen, wenn die Facebook-Ads und die unterschiedlichen Anzeigenarten beleuchtet werden.

Bemerkenswert ist die Art und Weise, in der die Inhalte den unerfahrenen Lesern nahegebracht werden. Sprache und Stil sind einfach gehalten, setzen kein Vorwissen voraus, nehmen den Laien regelrecht an die Hand und lotsen ihn geduldig durch alle relevanten Einrichtungen und Einstellungen von Facebook. Die große Menge an Screenshots hilft zudem, dass man sich nicht verirren kann. Die eingestreuten Beispiele zeigen nicht nur „Best Practice“, sondern auch „Worst Practice“ und sind somit ein weiterer Gewinn für Anfänger.

Inhaltlich richtig zur Sache geht es ab Seite 125. In den Kapiteln sieben bis achtzehn widmet sich der Autor den Möglichkeiten von Facebook-Shops, von Facebook-Apps, dem Thema Social Gaming, iFrames, Facebook-Payments sowie den Chancen des Affiliate-Marketings und des E-Mail-Marketings via Facebook. Zudem werden die wichtigen Aspekte Monitoring und Recht behandelt. Für alle genannten Themenkomplexe gilt auch hier, dass sie übersichtlich mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen dargestellt und mit passenden Beispielen sowohl positiver als auch negativer Natur versehen werden. Die Leser erhalten ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen und nützliche Tipps bezüglich externer Lösungen und hilfreicher Tools.

Fazit

Für Fortgeschrittene und alte Hasen des Social Media Marketings sind insbesondere die ersten 120 Seiten des Buches nicht relevant. Diesen Anspruch verfolgte der Autor jedoch auch nicht. „Facebook-Commerce“ ist ein gelungener Ratgeber für Einsteiger in das Facebook-Marketing. Diese können sich bei der Lektüre auf zwei Punkte verlassen: Sie erhalten erstens einen umfassenden Überblick über alle Möglichkeiten, die das größte soziale Netzwerk derzeit bietet. Zweitens werden sie – ich muss den Satz wiederholen – an die Hand genommen und bei allen Schritten begleitet, sodass wirklich kein Anfänger wegen mangelndem Vorwissen zurück bleibt. 

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