Facebook, Google, Yahoo: zwei Millionen gehackte Passwörter veröffentlicht
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Dass das Internet nicht gerade der sicherste Ort der Welt ist, hört man immer wieder. In den vergangenen Jahren gab es unzählige kleinere, manchmal auch größere Skandale, bei denen ahnungslose Nutzer zu ihrem Leidwesen feststellen mussten, dass Unbefugte Zugriff auf ihre Accounts erlangt hatten. Gerade Anfang Oktober musste Adobe vermelden, das 2,9 Millionen Kundendaten gehackt worden waren. Insofern ist es traurigerweise auch keine große Überraschung, dass Hacker erneut zwei Millionen Passwörter verschiedener Internet-Seiten geknackt und gleich noch auf einer russisch-sprachigen Internet-Seite veröffentlicht haben. Unter den Betroffenen sind auch ungefähr 4.000 deutsche Nutzer.

Wie BBC Online berichtete, stammen die Passwörter hauptsächlich von bekannten und häufig frequentierten Seiten wie Facebook, Google und Yahoo. Sicherheitsexperten der Firma Trustwave waren auf die Seite gestoßen und hatten daraufhin einige Details auf dem Firmenblog veröffentlicht, indem sie z.B. die genaue Verteilung der gehackten Passwörter aufschlüsseln. Die überwiegende Mehrheit, rund 1,5 Millionen, sind Login-Informationen von Webseiten, 320.000 stammen aus gehackten E-Mail-Konten, jeweils rund 3.000 aus FTP-Konten und Remote-Desktop-Verbindungen.

Der Blogbeitrag gibt auch genauen Aufschluss darüber, welche Seiten am häufigsten betroffen sind. 318.121 geknackte Passwörter stammen von Facebook, das sind rund 59 Prozent. Auf Platz 2 mit etwa 10 Prozent liegen Yahoo-Konten, der dritte Platz mit etwas weniger als 10 Prozent entfällt auf Google-Accounts. Aus Deutschland sind insgesamt 3.952 Benutzer betroffen. Die BBC zitiert in diesem Zuammenhang den Sicherheitsexperten Graham Cluley. Ihm zufolge sei nicht genau klar, wie viele von diesen Passwörtern noch verwendet würden. Problematisch sei vor allem aber, dass 30 bis 40 Prozent aller Nutzer das gleiche Passwort auf unterschiedlichen Seiten verwendeten.

Der Bericht der Trustwave-Mitarbeiter gewährt hierbei einen interessanten Einblick und zeigt, dass für viele Internetnutzer das Thema Sicherheit scheinbar keine Rolle spielt. In der Top 10 der geknackten Sicherheitslogins finden sich dementsprechend Kandidaten wie „123456“, „1234“, „123456789“, „passwort“ oder „admin“ – Passwörter die diesen Namen nicht verdienen und die nicht einmal versuchen Hackern ihr Handwerk zu erschweren. 

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