Facebook kauft Fitness-App Moves
Kommentare
Facebook kauft sich glücklich. Mal wieder. Diesmal hat sich die Social-Media-Plattform die iOS- und Android- Fitness-App Moves einverleibt
Moves ist eine Schrittzähler-App, die sich allerdings von ähnlichen Aktivitäts-Trackern dadurch unterscheidet, dass sie Bewegungsprofile der User erstellen kann. 
 
Die App begleitet den User förmlich auf Schritt und Tritt: sie zählt die Schritte, unterscheidet dabei zwischen Spazieren, Joggen oder Radfahren und zeigt später die zurückgelegten Strecken auf einer Karte an.  Moves kann auch zwischen Arbeitsplatz, Wohnort oder einem Parkspaziergang unterscheiden. 
 
Die Übernahme verkündet das Startup jetzt ganz stolz im eigenen Blog:
 
Today, we’re delighted to announce that Facebook has acquired our company. Since we launched Moves, we’ve been focused on running a simple and clean activity diary that millions of people like you have enjoyed using.
 
Und natürlich wird sich für die User mal wieder so gar nicht verändern. Denn die App –  der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp lässt grüßen – bleibt laut eigener Aussage in ihrer Arbeitsweise autonom und will die Daten nicht mit Facebook verknüpfen:
 
What does this mean for you as users of Moves? Moves will continue to operate as a standalone app, and there are no plans to change that or commingle data with Facebook.

WhatsApp-Übernahme

Facebook ist also weiterhin in Kauflaune. Dieses Jahr ist die Social-Media-Plattform schon mit zwei weiteren Deals in die Schlagzeilen geraten.
Erst Ende Februar hat Mark Zuckerberg bekannt gegeben, dass Facebook den Instant-Messaging-Dienst WhatsApp für beeindruckende 19 Milliarden US-Dollar übernommen hat. Damals waren die Reaktionen der Nutzer nicht durchgehend positiv. Viele haben sich gegen WhatApp entschieden und Ausschau nach sichereren Alternativen gehalten, obwohl auch die WhatsApp-Macher versichert hatten:
„Here’s what will change for you, our users: nothing.“

Oculus-VR-Übernahme 

Dann folgte Ende März die Oculus Rift. Am 26. März hatte Zuckerberg der Welt mitgeteilt, den 3D-Brillenhersteller Oculus VR für zwei Milliarden US-Dollar gekauft zu haben. Schon wieder flossen grüne Scheine in bereits vorhandenes Know-how. Die Rolle der Virtual-Reality-Technologien wird immer wichtiger und Facebook CEO will, so scheint es, überall mitmischen. 
Auch hier das Versprechen: Oculus VR werde weiterhin unabhängig arbeiten und die 3D-Brille nicht mit Facebook Connect verbinden. Auch hier – große Begeisterung seitens der beiden involvierten Unternehmen. Auch hier –  besorgte Community, ja sogar Morddrohungen für die Oculus-Rift-Macher. 
 
Facebooks Zukäufe entwickeln eine ähnliche, vorhersehbare Dynamik: Begeisterung seitens der Unternehmen, altruistische Versprechen den Usern gegenüber und Unmengen an Kritik von der Community. 
 
Wie viel Geld Mark Zuckerberg für die Moves-Übernahme locker machen musste, bleibt erst einmal unbekannt.
Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -