Facebook kauft Oculus VR für zwei Milliarden Dollar
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Mark Zuckerberg hat in der Nacht zum 26. März stolz verkündet, den 3D-Brillenhersteller Oculus VR für zwei Milliarden Dollar gekauft zu haben. Facebook zeigt sich damit in bester Kauflaune und investiert lieber grüne Scheine, anstatt Innovationen und Know-how selbst zu entwickeln.

Ein User-Kommentar unter dem neusten Post auf der Profil-Seite des Facebook-CEOs erntet über elf Tausend Likes. Zu sehen ist ein Bild mit einer knappen Bildunterschrift: „Buy all the companies!“ 

Gerade noch hat sich die Weltöffentlichkeit über den spektakulären Zukauf von WhatsApp aufgeregt und schon landet das nächste Unternehmen in Facebooks Netzen.

Oculus VR hat in den zwei Jahren seiner Existenz nur ein einziges Produkt entwickelt – die 3D-Brille für virtuelle Spiele, Oculus Rift. Die Brille ist momentan nur für Entwickler erhältlich. Doch das Produkt ist zukunftsweisend. Das dürfte der Grund für die Übernahme durch Facebook gewesen sein. Denn Mark Zuckerberg weiß genau, dass Virtual-Reality-Technologien zukünftig eine immer wichtigere Rolle spielen werden:

„Virtual reality was once the dream of science fiction. But the internet was also once a dream, and so were computers and smartphones. The future is coming and we have a chance to build it together.“

Selbstverständlich darf das Versprechen nicht fehlen, Oculus VR werde weiterhin unabhängig arbeiten und seinen Firmensitz in Irvine, Kalifornien, behalten. Die Summe für die Übernahme wird Facebook nur teilweise bar auszahlen – 400 Millionen US-Dollar fließen an den 3D-Brillen-Hersteller. Der Rest sind Anteile an Facebook – ähnlich wie bei dem WhatsApp-Deal.

Mark Zuckerberg redet in seiner langen Ansprache bei Facebook über diverse Möglichkeiten, die er im Bereich der Virtual Reality sieht. Es geht weit über das Gaming hinaus.

„After games, we’re going to make Oculus a platform for many other experiences. Imagine enjoying a court side seat at a game, studying in a classroom of students and teachers all over the world or consulting with a doctor face-to-face — just by putting on goggles in your home.“

Beide Unternehmen zeigen sich über den Deal sehr erfreut – die Community eher besorgt, wie diverse Kommentare deutlich machen. Der Oculus-Gründer Palmer Lucky versprach den aufgebrachten Fans auf Reddit, man werde die 3D-Brille nicht mit Facebook Connect verbinden. Wir warten ab.

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