Facebook kauft PrivateCore
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Nach den neusten Informationen aus Kalifornien scheint sich Facebook doch tatsächlich Gedanken über den Datenschutz zu machen, darauf lässt zumindest der Kauf des Unternehmens PrivateCore schließen.

RAM-Verschlüsselung

PrivateCore ist ein 2011 gegründetes Startup mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien, welches Software zur Verschlüsselung von Server-Daten entwickelt. Dabei konzentriert sich PrivateCore auf die Verschlüsselung des Arbeitsspeichers um physische Attacken auf Computer und Server, sogenannte Cold Boot Attacken und hardware advanced persistent threats, zu vermeiden. Hardeware-nahe Sicherheitslücken mit Gefahr für nicht-ruhende Daten sollen dabei geschlossen werden.
PrivateCore wurde von ehemaligen Angestellten aus dem Security Bereich von Google und VMware gegründet und mit Venture Capital finanziert.

Facebook und PrivateCore

Für Facebook besonders interessant ist PrivateCores sogenannte „vCage solution„, die nicht nur den Arbeitsspeicher und die darin befindlichen Daten sichert, sondern gleichzeitig die Integrität der verwendeten Server überprüft.

PrivateCore vCage protects that infrastructure from persistent threats, securing servers for sensitive applications on cloud infrastructure.

 

Es gibt bisher keine genaueren Informationen zu dem Kauf, aber Facebook plant, die Technologie in die eigenen Server einzubauen.

Oded Horovitz, CEO von PrivateCore äußert sich auf der Homepage des Startups positiv über den Deal, mit der Begründung, dass Facebook und PrivateCore ein gemeinsames Ziel hätten, da Facebook mehr als jedes andere Unternehmen der Welt dafür getan habe, Menschen zu vernetzen und PrivateCore wolle nun dabei helfen, deren Daten zu schützen.

What makes this development so exciting for us is that Facebook and PrivateCore have an aligned mission. Facebook has done more than any company to connect the world, and we want to use our secure server technology to help make the world’s connections more secure. (Oded Horovitz – PrivateCore CEO)

 

Auch Facebooks Chief Security Officer Joe Sullivan stellt Facebook als wesentlich positiver dar, als es in der Außenwelt momentan wahrgenommen wird und beschwört die Maßnahmen zum Schutz von Daten durch die Implementierung von HTTPS Verschlüssung vor einem Jahr. Sullivan geht davon aus, dass PrivateCore Facebook dabei helfen kann, die Welt auf sichere und vertrauenwürdige Weise zu vernetzen.

I’ve seen how much people care about the security of data they entrust to services like Facebook. We finished implementing HTTPS encryption by default over a year ago, and have also been working to secure all data center traffic with additional protections. In that vein, I’m really excited that Facebook has entered into an agreement to acquire PrivateCore.
I believe that PrivateCore’s technology and expertise will help support Facebook’s mission to help make the world more open and connected, in a secure and trusted way. Over time, we plan to deploy PrivateCore’s technology directly into the Facebook server stack. I can’t wait to have them join Facebook. (Joe Sullivan – Chief Security Officer bei Facebook)

 

PrivateCore könnte Facebook durchaus dabei helfen, die Nutzerdaten besser abzusichern. Dadurch würde sich wahrscheinlich auch das Image des Unternehmens wieder verbessern, welches unter der Reaktion auf die Enthüllungen rund um globale Geheimdienste und die Fokussierung auf Datenschutzrichtlinien gelitten hatte.
Inwiefern jedoch die bisherigen Kunden von PrivateCore von dem neuen Deal betroffen sind, ist noch nicht bekannt, aber unter ihnen befinden sich laut TechCrunch große Finanzunternehmen und eine von den USA finanzierte NGO.

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