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Facebook kauft Technologie für Spracherkennung
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Facebook kauft eine Spracherkennungstechnologie, mit der sich mobile Devices aber potentiell auch Haushaltsgeräte steuern lassen können. Ein weiterer Schritt weg vom einfachen Social Network und hin zum digitalen Service Provider.

wit.ai beschert Facebook Spracherkennung

Mark Zuckerberg ist mal wieder in Einkaufslaune und macht Facebook um ein Startup reicher. Die neuste Anschaffung ist das Unternehmen wit.ai, eine Entwicklerplattform mit dem sich Software zur Spracherkennung entwickeln lässt. Damit verfügt auch Facebook neben Apple mit Siri oder Microsoft mit Cortana über eine solche Technologie. Wie viel Facebook für das Startup gezahlt hat wurde nicht bekanntgegeben.

Sprachsteuerung von Home Automation Devices

Mit der wit.ai lassen sich Spracherkennungs-Interfaces programmieren, die primär mit Smartphones und Tablets kompatibel sind, aber auch mit anderen internetfähigen Geräten übertragen werden können. Die Software erkennt Gesprochenes aber auch geschriebene Texte. Laut der Website lässt sich mit der API  „natural Language for the Internet of Things“ generieren, zur Home Automatization und Steuerung von Robotern und ähnlichen Gadgets genutzt werden kann.

Es stellt sich natürlich die Frage, was das Social Network Unternehmen mit der Spracherkennung überhaupt anfangen will. Im Netz wird bereits spekuliert, dass Zuckerberg die Technologie nutzen könnte, um ins SmartHome Geschäft einzusteigen oder mit Sprache steuerbare Haushaltsgeräte entwickeln könnte. Das wäre auch der wit.ai Website zufolge ein passendes Einsatzgebiet für die Software.

Geht Facebook weg von den Social Media?

Zuletzt hatte Facebook mit dem Kauf der Virtual-Reality-Brille Oculus Rift Schlagzeilen gemacht. Diese ermöglicht dem Nutzer das Eintauchen in eine 360° virtuelle Welt und kann zum Beispiel für Gaming-Zwecke genutzt werden. Facebook hat damals zwei Millionen Dollar gezahlt. Schon hier hat Facebook ein Interesse an Bereichen außerhalb der Social Media signalisiert. Das Unternehmen scheint sich also breiter aufstellen zu wollen, um auch bei zukünftigen digitalen Trends mitmischen zu können. Welche Rolle dann das Netzwerk spielen wird und ob es nur noch ein Datengenerator sein wird lässt sich nur mutmaßen.

 

Aufmacherbild: DEAUVILLE, FRANCE – MAY 26, 2011 : Facebook CEO Mark Zuckerberg Press conference at the summit G8/G20 about new technologies – Deauville, France on May 26 2011 via Shutterstock / Urheberrecht: Frederic Legrand – COMEO

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