Facebook – Nackte müssen draußen bleiben!
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Bei Abbildungen von Nackten schauen Apple und Facebook genauer hin – und verbannen diese. So erging es kürzlich auch dem französischen Museum Jeu de Paume, das eine Foto-Retrospektive der Fotografin Laure Albin Guillot, aus dem Jahr 1940 mit dem Foto einer Akt-Studie beworben hatte. Auf dem Schwarz-Weiß-Bild ist eine Frau zu sehen, die halb liegend posiert. Ihre Brüste sind dabei entblößt, der Schoß von einem Laken bedeckt – eine klassische Venus-Darstellung.

Das war Facebook jedoch zu freizügig. Deshalb wurde der Facebook-Account kurzerhand für mehrere Stunden gesperrt und war für seine Fans nicht mehr erreichbar. Das renommierte Museum für historische Fotografie, zeigte sich empört über die Zensur der weltweit größten Social-Media-Plattform. Nachdem das Profil für 24 Stunden gesperrt war, erschien die Seite wieder mit einem schwarzen Zensurbalken über den Brüsten der Nackten.

Auch Apple macht immer wieder mit Zensur von vermeidlich jugendgefährdenden Inhalten von sich Reden. So wurde vor rund einem Jahr eine Ausgabe des spanischen Wissenschaftsmagazins Muy aus Apples virtuellem Zeitschriftenkiosk Newsstand verbannt, weil dessen aktuelles Titelbild vermeintlich zu freizügig war. Das Cover zeigte einen nackten Mann, der mit beiden Händen seine Scham bedeckt. Das war Cupertino zuviel und man erteilte dieser Ausgabe prompt Hausverbot – obwohl nicht mehr zu sehen war als im Schwimmbad nebenan. Die Beteuerungen des Verlages, dass die Inhalte seines Magazins bereits für Zwölfjährige geeignet seien, stießen bei Apple auf taube Ohren.

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