Facebook plant eigene virtuelle Währung
Kommentare

Verfällt Facebook gerade komplett dem Größenwahn oder beweist die Social-Network-Plattform vielleicht unternehmerisches Geschick? Nach den neusten Zukäufen von WhatsApp und Oculus VR sowie dem Ausbau des Connectivity Lab, um Satelliten-Internet in die abgelegensten Regionen der Erde zu bringen, schaut die Weltöffentlichkeit etwas skeptisch in Richtung Facebook und fragt sich, was denn als Nächstes für eine Überraschung folgt.

Wie wäre es, wenn Facebook eine eigene elektronische Währung rausbringt? Das könnte nämlich in absehbarer Zeit durchaus zur Realität werden, glaubt man dem neusten Artikel der Financial Times. Diese berichtet nämlich, Zuckerbergs Unternehmen wolle bald auch Finanzdienstleistungen anbieten und stünde kurz vor Erhalt der entsprechenden Banklizenz in Irland.

Bekommt Facebook die entsprechende Zulassung der Notenbank, steht der Einführung des elektronischen, in der Europäischen Union gültigen Facebook-Geldes, rechtlich nichts mehr im Wege. Ziel der Social-Media-Plattform: User sollen echtes Geld in virtuelle Währung umwandeln, bei Facebook aufbewahren und so Online-Payment und monetäre Interaktionen mit anderen Nutzern vornehmen können, so die Financial Times unter Berufung auf die bei dem Entwicklungsprozess involvierten Personen.

Zusätzlich habe Facebook bereits mit mindestens drei Londoner Startups Verhandlungen geführt, die internationalen Geldtransferservice anbieten – und zwar online via Smartphone: TransferWise, Moni Technologies und Azimo, wie Insider-Quellen der Zeitung verraten haben sollen. 

Im Falle von Azimo soll die Social-Network-Plattform dem Startup sogar zehn Millionen US-Dollar für die Rekrutierung des Co-Founders als Business-Development-Leiter für Facebooks Financial Services angeboten haben.

Facebook will zweifelsohne viel mehr als eine reine Online-Kommunikationsplattform sein: Nachrichtendienst, Internet-Provider, Virtual-Reality-Anbieter und jetzt auch noch eine eigene virtuelle Währung? Zusammen mit dem Vorhaben, Satelliten-Internet in die Entwicklungsländer zu bringen, könnten besonders die Geldinteraktionen via Facebook für neue Einnahmequellen neben der momentan wichtigsten Monetarisierungsquelle – der Online-Werbung – sorgen.

Es stellt sich hierbei nur die Frage, ob die Nutzer auch tatsächlich die nötige Portion Vertrauen mitbringen werden, um Facebook-Mobile-Payment in Anspruch zu nehmen. 

Hat Euch der Beitrag interessiert und möchtet Ihr mehr über eCommerce, Social Media Marketing und mobile Payment erfahren? Auf der diesjährigen holistischen Web-Konferenz webinale vom 1. Bis 4. Juni wird Katja Speck einen Vortrag über erfolgreiches eCommerce halten. Die webinale 2014 präsentiert in über 80 Vorträgen aktuelle Entwicklungen und gibt Ausblicke auf neue Trends – Alle Sessions auf einen Blick sowie ein Anmeldeformular gibt es im Online-Zeitplan

Aufmacherbild: DEAUVILLE, FRANCE – MAY 26, 2011 : Facebook CEO Mark Zuckerberg Press conference at the summit G8 von Shutterstock/ Urheberrecht Frederic Legrand

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -