Facebook-Prototyp – Webdesign anno 1999
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Hello and welcome to my page! The only site where a yellow eye blinks at you. So begrüßt uns eine Website, die derzeit für Schlagzeilen sorgt. Hierbei handelt es sich angeblich um die erste Webseite des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg:

Screenshot: angelfire.com

Die Archivseite Web.archive.org belegt, dass die Website im Dezember 1999 angelegt wurde. Auf der Seite selbst heißt es, dass der Entwickler sie mit dem Ziel erstellte, sein AOL-Programm „The Vader Fader“ zu promoten.
 
Schon damals scheint der junge Entwickler eine Art soziales Netzwerk im Kopf zu gehabt zu haben, wie „The Web“ belegt. Allerdings merkt er selbst an:

As of now, the web is pretty small. Hopefully, it will grow into a larger web.

Um das Projekt „The Web“ voranzutreiben, bittet Zuckerberg den User seinen Namen und die Namen zweier Bekannter anzugeben. Insgesamt erinnert dies sicherlich an Facebook und zweifellos lassen sich auf der Website des damals fünfzehnjährigen Highschool-Schülers bereits die ersten Ansätze erkennen, die später zum milliardenschweren sozialen Netzwerk führen sollten.  

Screenshot: angelfire.com

Neben „The Web“ findet man auf der Website noch weitere kleine Applets, die vor allem eines sind: etwas albern. So gibt es zum Beispiel ein Malprogramm, dass mit CoreJava compiled wurde.  Außerdem findet man auf der Seite einen Rechner, mit dem sich Notendurchschnitte berechnen lassen und für alle „Psychos, myself included“ entwickelt wurde. Auch für kurzweilige Unterhaltung ist mit Spielen wie Pong oder Magnetic Poetry gesorgt. Auf Letzterem lassen sich dabei Wörter, die auf Kacheln angelegt sind, zu Gedichten zusammensetzen. Ein Abspeichern der Gedichte ist dabei allerdings nicht möglich.
Sicherlich  könnte die Seite auch von einer anderen Person angelegt worden sein, doch Experten sehen sich in der Annahme bestätigt, dass es sich hier tatsächlich um die ersten Schritte des Slim Shaddy … pardon, Mark Zuckerbergs, handelt. So konnte Adam Clark Estes von Motherboard die E-Mail-Adresse zu Zuckerbergs Vater zurückverfolgen und auch der Quellcode der Seite stellt eine Verbindung zu Mark Zuckerberg her.

Auch wenn wir die Seite sicherlich nicht mehr nutzen würden, um uns mit Spielen wie Magnetic Poetry die Zeit zu vertreiben, liefert die Seite doch einen nostalgischen Rückblick in eine Zeit, in der das Internet sich erst noch etablieren musste. Zuckerberg-Fans erhalten hier des Weiteren interessante Einblicke in das Teenager-Leben des sandalentragenden Multimillionärs. So zeugen die Applets Molecule Viewer und Cow-A-Bungee beispielsweise davon, dass sich der junge Zuckerberg für Chemie und Physik interessierte. Besonders stolz scheint er jedoch auf seine Programme Vader Fader und Zuck Fader für AOL Messenger gewesen zu sein. Und natürlich auf sich selber, wie seine Bestenliste veranschaulicht.
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