Facebook: Schwierigkeiten bei der Oculus-Übernahme
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Ende März hatte Facebook angekündigt, den 3D-Brillenhersteller Oculus VR für zwei Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Damals zeigten sich beide Unternehmen über den Deal sehr erfreut, die Community dagegen war äußerst skeptisch. Die Oculus-Rift-Entwickler bekamen sogar Morddrohungen enttäuschter Fans.

Bei der Abwicklung des Kaufs stößt Facebook jetzt unerwartet auf rechtliche Schwierigkeiten, wie Wall Street Journal berichtet. Der Spieleentwickler ZeniMax erhebt Anspruch auf geschützte Technologie, die der jetzige 43-jährige Oculus-VR-Technikchef John Carmack nach seinem Wechsel zu Oculus VR mitgenommen haben soll. ZeniMax-Anwälte haben in den letzten Wochen zwei Briefe an Facebook und Oculus VR rausgeschickt, in denen Carmack Ideenklau vorgeworfen wird.

John Carmack ist einer führenden Entwickler moderner 3D-Technik, die ihr Potenzial noch bei Weitem nicht ausgeschöpft hat. Im vergangenen Jahr wechselte Carmack von ZeniMax zu Oculus VR und soll unerlaubter Weise geschütztes geistiges Eigentum weitergegeben haben. Bei den Anschuldigungen bezieht sich ZeniMax auf vorliegende offizielle Unterlagen. Ein Oculus-Sprecher äußerte sich zu dem Vorfall gegenüber dem Wall Street Journal und sagte, man werde sich gegen die unbegründeten Anschuldigungen wehren.

Oculus VR hat in den zwei Jahren seiner Existenz nur ein einziges Produkt entwickelt – die 3D-Brille Oculus Rift. Diese ist momentan nur für Entwickler erhältlich. Doch das Produkt ist zukunftsweisend. Das dürfte der Grund für die Übernahme durch Facebook gewesen sein. Denn Mark Zuckerberg weiß genau, dass Virtual-Reality-Technologien zukünftig eine immer wichtigere Rolle spielen werden und investiert gerne grüne Scheine in vielversprechende Innovationen und Know-how, anstatt diese firmenintern zu entwickeln.

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