Facebook: Sicherheitslücke erlaubte Zugriff auf 6 Millionen Nutzerdaten
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Am letzten Freitag musste Facebook eine Sicherheitslücke in seinem „Download Your Information“ Tool einräumen. Die Lücke ermöglichte es, Angreifern an E-Mail-Adressen und Telefonnummern von über sechs Millionen Nutzern zu gelangen.

In einem Blogpost vom Facebook Security Team am Freitag heißt es:

We recently received a report to our White Hat program regarding a bug that may have allowed some of a person’s contact information (email or phone number) to be accessed by people who either had some contact information about that person or some connection to them.

In dem Beitrag geht das Team davon aus, dass diese Lücke nicht böswillig ausgenutzt wurde. Es werden nun allerdings betroffene Nutzer per E-Mail kontaktiert. Dem Security Team bei Facebook waren die Informationen über den Bug erst letzte Woche über ihr White Hat Programm zugespielt worden. Innerhalb von 24 Stunden hatten die Sicherheitsspezialisten das Problem gelöst. Existiert hatte das Einfallstor allerdings über ein Jahr.

Facebook versucht das erneute Privatsphäre-Debakel herunter zu spielen, in dem darauf hingewiesen wird, dass weder Entwickler noch Werber Zugriff auf das DYI-Tool haben. Nur Personen, die in irgendeiner Form bereits verbunden waren, hätten laut Blog-Beitrag von den Informationen provitieren können: 

Your trust is the most important asset we have, and we are committed to improving our safety procedures and keeping your information safe and secure.

Gerade zur aktuellen Zeit, in der sich die Meldungen über Spionage-Aktivitäten al a PRISM oder Tempora weltweit überschlagen, sollte man sich als Nutzer besonders darüber bewusst sein, wo und wem man überhaupt seine Daten zur Verfügung stellt. Von Vertrauen zu sprechen, wenn klar ist, dass Staaten sich weltweit gegenseitig bespitzeln, scheint schon relativ populistisch.

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