Facebook soll private Nachrichten ausspionieren – Klage in den USA eingereicht
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Facebook steht mal wieder unter Beschuss. Und, wenig überraschend, geht es wiederholt um das leidige Thema Datenschutz. In den USA haben zwei Nutzer eine Sammelklage eingereicht. Vorwurf: das Unternehmen missbrauche Privatnachrichten für Werbezwecke, indem es die Links zu Drittseiten, die die Nutzer untereinander austauschen, verfolge und für personalisierte Werbung ausgenutze, so Arstechnica.com. Verfügt die verlinkte Seite über einen „Like-Button“, erscheint der Besuch dieser Seite außerdem als „Like“ auf Facebook. So wird, oft vom Nutzer unbemerkt, private Kommunikation auf einmal öffentlich.

Die Kläger beanstanden, dass Facebook in seinen Datenschutz-AGB zwar erkläre, welche Informationen von Nutzern beim Interagieren mit Facebook abgegriffen werden, dies jedoch nicht in ausreichendem Umfang tue. So werde nicht klargestellt, dass Facebook die Inhalte von privaten Nachrichten der User durchleuchte und einem Data-Mining-Prozess unterziehe. Dies stünde in direktem Gegensatz zu den Versicherungen, die Facebook seinen Mitgliedern bezüglich Datenschutz mache.

Sollten die Kläger Erfolg haben, so droht dem Social Network eine saftige Strafe. Denn die beiden Nutzer klagen im Namen aller amerikanischen Facebook-Mitglieder, die von der privaten Nachrichtenfunktion Gebrauch machen. Hierbei handelt es sich um mehrere Millionen Menschen, die entschädigt werden müssten. Ähnliche Verfahren laufen in den USA auch gegen Yahoo!, Google und LinkedIn.

 

Aufmacherbild: dolphfyn / Shutterstock.com

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