Facebook testet externes Werbenetzwerk
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Facebook versucht erneut, ein externes mobiles Werbenetzwerk zu etablieren. Nachdem die ersten Tests im Dezember letzten Jahres eingestellt wurden, will das Unternehmen nun die Relevanz der eingeblendeten Anzeigen verbessern und Werbung zielgruppengenauer platzieren.

Im September 2012 testete Facebook erstmals ein mobiles Werbenetzwerk, das es Unternehmen ermöglichen sollte, gegen Bezahlung Werbetexte in anderen Apps und mobilen Seiten zu platzieren. Anhand der gesammelten Daten in Facebook sollten die Anzeigen so auch außerhalb des Netzwerkes relevante Inhalte bewerben. Insgesamt versprach sich Facebook von dieser Methode nicht nur eine effektivere Marketingstrategie für Unternehmen, sondern hoffte auch, den Nutzern hilfreiche Werbeanzeigen zu bieten.

Bisher konnten auf diese Weise allerdings nicht die entsprechenden Gewinne erwirtschaftet werden, sodass Facebook seine Ressourcen zunächst auf andere Bereiche verwendete, wie etwa die Mobile App Install Ads oder Facebook Exchange. Jetzt scheinen wieder genügend Mittel frei zu sein, um auch das Werbenetzwerk weiter zu entwickeln. 

Derzeit bietet Facebook seinen Kunden zwei Möglichkeiten zur Werbeschaltung an. So können Anzeigen direkt im sozialen Netzwerk platziert werden, wobei auf die Daten zurück gegriffen wird, die Facebook selbst über seine Nutzer sammelt. Die andere Möglichkeit ist Exchange, das Tracking-Cookies anderer Websites nutzt, um auch hier zielgerichtet die Nutzer zu erreichen. Die neue Methode, die sich noch in der Testphase befindet, nutzt nun auch die Targeting-Cookies von Facebook und blendet so auch auf anderen Webseiten relevante Werbeinhalte ein.

Weitere Details wollte Facebook noch nicht bekannt geben. Allerdings vermutet Business Insider, dass die Hauptkriterien zur Platzierung von Werbung Alter, Wohnort, Geschlecht und die angegebenen Interessen sein werden. Wann den offiziellen Launch der Technologie erwarten können, ist unklar. Sollte es tatsächlich zum Einsatz des mobilen Werbenetzwerkes kommen, würde dies eine Möglichkeit für Facebook darstellen, höhere Einnahmen zu generieren ohne die Nutzerfreundlichkeit zu belasten, da keine weitere Werbung in den native Apps platziert würde.

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