Facebook-Tricks und Fußball-Latein [E-Commerce]
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„Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt.“ Wenn man in diesem alten Liedtext das Wort Fußball gegen Facebook ersetzt, spiegelt es das Nutzerverhalten mancher Facebook User ziemlich genau wider. Schließlich ist die Social-Media-Plattform mit über einer Milliarde Mitgliedern weltweit die bedeutendste ihrer Art.

Während Facebook von manchen anfangs noch als Quatsch-Portal ohne wirklichen E-Commerce-Nutzen verspottet wurde, hat sich die Plattform vor allen im vergangenen Jahr gemausert. Unlängst versuchen Unternehmen, ihre Zielgruppen auf Facebook anzusprechen – aber welche Regeln müssen dabei befolgt werden? Und was hat Fußball mit Facebook zu tun? Im Folgenden haben wir Euch fünf Fußballregeln zusammengestellt, die auch bei Facebook ihre Gültigkeit haben:

Elf Freunde sollt Ihr sein!

Was auf dem Spielfeld gilt, muss auch im Unternehmen gelten: Wer ist für die Pflege des Contents zuständig? Das Marketing? Die Geschäftsleitung? Der Praktikant? Alles ist möglich und muss je nach Unternehmen im Einzelfall entschieden werden. Natürlich braucht Ihr nicht gleich elf Freunde um die Meisterschaft zu gewinnen, aber die Aufgaben müssen klar verteilt sein.

Wer plant die Strategie und nimmt die Rolle des Fußballtrainers ein, wer steht im Tor und fängt die Shitstorm-Bälle? Wer ist der Mittelfeldspieler und übernimmt den Spielaufbau?

Es gibt nichts schlimmeres als ein Chaos auf dem Platz und auf der Facebook-Seite. Am einfachsten ist es, die Zugänge für die Social-Media-Plattformen nur ausgewählten Personen zugänglich zu machen – der Rest des Unternehmen darf aber liken und jubeln – das gehört schließlich zum Spiel.

Trikottausch

Zwei Dinge sind am Ende jedes großen Fußballspiels obligatorisch: stumpfsinnige Interviews mit den Gewinnern und der Trikottausch. Letzteres ist eine nette Geste des Respekts. Scheut Euch also nicht, fremde Beiträge von anderen Facebook-Seiten zu liken oder gar zu teilen – es kommt immer auf den Inhalt und auf das rechte Maß an.

Bei Facebook-Beiträgen von Mitbewerbern sollte man aber vorsichtig sein. Schließlich ist nicht gesagt, dass man ebenfalls mit Likes belohnt wird – ein einseitiger Trikottausch ist kein Trikottausch sondern Werbung für die falsche Mannschaft!

Sollte diese Geste aber von der fremden Facebook-Seite erwidert werden, könnte dieser Trikottausch dazu beitragen, die eigene Community zu erweitern.

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Bildquelle Screenshot: Facebook

Platzverweis

Es ist soweit: Das Spiel ist im vollen Gange, die Zuschauertribüne ist bis auf den letzten Platz besetzt und plötzlich fängt jemand an, zu randalieren. Negative oder beleidigende Kommentare gehören sowohl beim Fußball als auch bei Facebook dazu, darüber sollte man hinwegschauen. Schwierig wird es aber, wenn das ganze Spiel in Gefahr gerät.

Seid nicht zu schnell mit Platzverweisen oder Hausverboten, denn anders als beim Fußball können unliebsame Personen bei Facebook immer wieder zurückkehren und weitere Roadies mitbringen.

Darüber hinaus kann es sein, dass sich andere Facebook-Nutzer mit dem gescholtenen User solidarisieren – im schlimmsten Fall droht ein handfester Shitstorm! Der Ruf des Vereins und des Unternehmens steht dann auf dem Spiel.

Deshalb gilt es zunächst, einen kühlen Kopf zu bewahren und zu sondieren: Was wird genau bemängelt? Deeskalation lautet die Devise. Sollten die Beleidigungen überhand nehmen, oder rassistischer Natur sein, kommt Ihr um eine rote Karte plus Platzverweis nicht herum.

Halbzeit

Während der Halbzeit suchen die meisten die Toilette auf oder holen sich ein kaltes Bier aus dem Kühlschrank – sie sind also überall, nur nicht auf der Couch und vor dem Fernseher mit der Werbung. Wenn die Zweite Halbzeit wieder losgeht, sitzen wieder alle brav vor dem Fernseher und nehmen bewusst oder unbewusst die Werbebanden am Spielfeldrand wahr – ihnen bleibt schließlich nichts anderes übrig!

So verhält es sich auch auf Facebook: Wann ist Deine Zielgruppe bei Facebook eingeloggt? Nutzen Deine Facebook-Fans Facebook auch aus beruflichen Gründen bei der Arbeit? Wenn ja, dann sitzen sie also am Vor- und Nachmittag vor dem Rechner und nehmen Deine Posts bewusst oder unbewusst wahr – sie können nicht anders.

Wichtig sind aber die Botschaften, denn niemand hat Zeit für langes Blabla. Ein lustiges Bild mit einer treffenden Botschaft reicht manchmal vollkommen aus.

Abends gegen 19:30 Uhr haben die meisten nach dem Abendessen mehr Zeit und Muße für Facebook. Die soziale Plattform begleitet viele auf dem Second Screen (also dem Smartphone oder Tablet) den ganzen Abend lang parallel zum TV-Programm.

Nachspielzeit

Frage: Wer schaltet den Fernseher pünktlich nach 90 Minuten ab? Niemand! Denn schließlich ist oft die Nachspielzeit das Spannendste am ganzen Spiel – fällt noch ein Ausgleichstor? Die üblichen Bürozeiten bewegen sich im Zeitraum zwischen acht und sechs Uhr. Wie aber oben erwähnt, ist der Abend für die meisten Unternehmen ein besonders interessanter Facebook-Zeitraum, wenn nicht sogar der wichtigste.

Deshalb sollte die Facebook-Aktivität nicht pünktlich zum Feierabend um 18 Uhr enden. Timet Eure Facebook-Einträge und gebt in der Nachspielzeit ordentlich Gas!

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