FaceWash – Facebook-Profil bereinigen, bevor die Graph Search kommt
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Facebook hat mit der Ankündigung demnächst eine überarbeitete Suche, die sogenannte Graph Search, einzuführen, ein großes Medienecho erhalten.

Künftig könnten die Billionen von Likes und Shares auf dem Social eine Bedeutung erhalten, die kaum hoch genug einzuschätzen ist, hieß es allenthalben. Endlich ein gutes Konzept, um die riesige Datenmengen zu monetarisieren, dachten viele. Allerdings gab es auch Stimmen, die die personalisierte Suche als überbewertet und weit weniger revolutionär ansehen.

Facebook selbst hat bereits fleißig Tipps für Unternehmen gegeben, wie man Facebook Pages optimal anlegt und pflegt, damit man bei Einführung der Graph Search ein möglichst hohes Ranking hat.

Doch was ist eigentlich mit der überwältigenden Mehrheit, den Privatpersonen? Denen geht es wenige ums Ranking. Stattdessen hat sich bereits bei dem einen oder anderen eine gewisse Besorgnis breit gemacht: Welche Peinlichkeiten oder Fehltritte aus meiner Facebook-Vergangenheit holt diese vermaledeite Graph Search vielleicht aus der Versenkung?

Ein vorweg: Laut Facebook beachtet die Graph Search die gängigen Privatssphäre-Einstellungen und stellt bei Suchanfragen meine Facebook-Infos nur denjenigen zur Verfügung, für ich diese Daten einst freigegeben habe.

FaceWash – die Profilreinigungs-App

Für alle, die dennoch auf Nummer sicher gehen wollen und ihr Profil von Peinlichkeiten reinigen wollen, gibt es jetzt die Facebook-App FaceWash.

„FaceWash helps you clean your Facebook history.“ heißt es in der Beschreibung im App-Berechtigungsdialog (siehe Abbildung unten).

FaceWash Facebook Berechtigungen

Neben den üblichen Berechtigungen möchte die noch im Beta-Stadium befindliche App auch die Erlaubnis haben, auf Beiträge in den Neuigkeiten des Nutzer zuzugreifen, um den Feed nach ungewünschten Inhalten zu durchsuchen.

FaceWash Facebook Berechtigungen 2

Hat man die Erlaubnis erteilt, beginnt die App das Nutzerprofil zu durchsuchen. Folgendes wird in der virtuellen Waschmaschine analysiert: Kommentare, die an der eigenen Wall geposted wurden, Kommentare, in denen man getagged wurde, Fotos, die man gepostet hat, Links und Fotos, die man geliked hat, Status-Updates, die man geposted hat und Seiten, von denen man ein Fan ist.

Hat die App ‚verdächtiges Material’ gefunden, wird es unter dem betroffenen Suchfeld angezeigt. Darüber hinaus sind die Fehltritte verlinkt, damit man direkt den Inhalt öffnen und etwaige Schandflecken entfernen kann.

Diese automatische Analyse hat für deutsche Nutzer jedoch einen entscheidenden Nachteil: Die vordefinierten Suchbegriffe, mit den die App potenziell ungewünschten Content findet, sind Englisch und deswegen – um im Waschmittel-Speak zu bleiben – wenig ergiebig.

Allerdings gibt es auch eine individuelle Suchfunktion. So kann man nach beliebigen Begriffen suchen – eine Funktion, die einem Facebook so nicht bietet. So lässt sich tatsächlich recht komfortabel die eine oder andere verbale Entgleisung auffinden – oder auch einfach nur ein Beitrag oder Post, den man über den herkömmlichen Weg nicht mehr aufspüren kann.

 

Quelle alle Bilder: FaceWash

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