Familonet: App für die ganze Verwandtschaft [Interview]
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Facebook, WhatsApp und Co.: Unsere Gesellschaft ist vernetzt. Wir teilen, liken und kommunizieren ständig miteinander über Smartphones und entsprechende Apps.

Aber wo landen die vielen Daten, wer kann mitlesen und wen will man in sein Privatleben lassen? Sind alle 190 Facebook-Freunde wahre Freunde?

Fragen, denen sich Hauke Windmüller und sein Gründer-Team von Familonet stellen und mit ihrer gleichnamigen Messenger-App eine akkurate Antwort bieten: Eine Plattform für Familienmitglieder.

In folgendem Interview gewährt uns Hauke einen Blick hinter die Kulissen von Familonet:

WebMagazin: Erkläre uns doch bitte das Prinzip von Familonet, wie funktioniert Eure Idee?
Hauke: Die App Familonet ist ein soziales Netzwerk für die Familie und bietet Ortungsfunktionen wie automatische Check-Ins in der Schule oder bei anderen vorher angelegten Orten an und erlaubt so einen organisierteren Familienalltag sowie mehr Sicherheit und Freiheit.

Familonet ist dabei keine „Kontroll-App“, verzichtet bewusst auf Live-Ortung und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Nachrichten und Bilder datenschutzsicher im engsten Kreis der Familie auszutauschen.

WebMagazin: Wo steht Ihr bei der Entwicklung von Familonet gerade und wie finanziert Ihr Euch?
Hauke: Nachdem wir in den vergangenen Monaten die Grundfunktionalitäten von Familonet optimiert haben, werden wir nun weitere Features implementieren. Diese orientieren sich an den Wünschen und dem Feedback unserer Nutzer. Fokus wird dabei weiterhin auf standortbasierten Diensten liegen. Finanziert sind wir durch die Investoren Venista Ventures, WestTech Venture und HR Ventures.

WebMagazin: Was macht Familonet besonders, wer sind Eure Mitbewerber und was unterscheidet Euch vom Rest?
Hauke: Familonet beantwortet die Standardfragen eines jeden Telefonats innerhalb der Familie mit nur einem Klick oder vollkommen automatisch. Mit Familonet ist der „Wo bist du?„-Anruf nicht mehr nötig und Familienmitglieder müssen keine „Ich bin gut angekommen“-Nachrichten mehr versenden.

Im Gegensatz zu unseren Wettbewerbern schaffen wir diesen Mehrwert, ohne dabei auf eine kartenbasierte Echtzeitortung zurückgreifen zu müssen. Grund dafür sind unsere eigens entwickelten Ortungs-Algorithmen und Geofence-Technologien.

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler Eures Monetarisierungskonzepts, wie verdient Ihr Geld?
Hauke: Aktuell ist Familonet kostenlos verfügbar. Dies wird auch noch mindestens bis zum Sommer 2014 so bleiben. Die Zeit bis dahin nutzen wir, um das Produkt weiter an die täglichen Bedürfnisse von Familien anzupassen und neue Features zu implementieren.

Mittelfristig wird Familonet in einem Freemium-Modell mit einer zahlpflichtigen Komponente angeboten werden.

WebMagazin: Wie seid Ihr auf die Idee von Familonet gekommen, und was habt Ihr vorher gemacht?
Hauke: Nachdem mein Mitgründer Michael Asshauer die Idee für ein Familiennetzwerk hatte, haben wir gemeinsam das erste Konzept zu Familonet in einem Entrepreneurship-Seminar an der Universität Hamburg entwickelt. Gegründet haben wir die Firma gemeinsam mit dem Mathematiker David Nellessen, der die technologische Entwicklungskompetenz mit ins Team brachte.

David hatte zuvor sieben Jahre eine eigene Webentwicklungsagentur und Michael und ich haben Arbeitserfahrung in Konzernen wie Volkswagen oder Philips gesammelt.

WebMagazin: Was sind Eure nächsten Meilensteine und was wollt Ihr in den kommenden sechs Monaten erreichen?
Hauke: Im Fokus steht weiterhin die Produktentwicklung, also das Optimieren bereits vorhandener Funktionalitäten und Hinzufügen von weiteren Features. Ziel ist es, die Grundlage für die Monetarisierung zu legen.

Des Weiteren möchten wir gerne weitere Kooperationspartner für uns gewinnen.

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