FinTech Berlin

FinTech Berlin: Fundraising-Plattform elefunds
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Digitales Fundraising mit Online-Spendenkampagnen und elektronischem Payment: das bietet das FinTech-Startup elefunds. Das Berliner Jungunternehmen stellt sich in einem Interview vor.

WebMagazin: Erklären Sie uns doch bitte das Prinzip von elefunds, wie funktioniert Ihre Idee?

elefunds: elefunds steht für electronic fundraising und was wir bieten, ist ganz simpel: Eine Plattform für digitales Fundraising. Was heißt digitales Fundraising? Digitales Fundraising bezieht sich auf alle Spendenprozesse, die digital stattfinden bzw. abgewickelt werden, wie zum Beispiel Round-up von elektronischen payments (unser flagship-Produkt), Online-Spendenformulare, Online-Spendekampagnen, etc. (versus nicht-digitales Fundraising wie zum Beispiel Straßenfundraising, Briefspenden, etc.). Aus unserer Sicht wird sich der Fundraising-Markt in den nächsten Jahren mit hohem Tempo digitalisieren und dafür bieten wir das richtige Angebot. Aktuell sind wir v.a. bekannt für round-up, das heißt Onlineshopper runden ihren Warenkorb-Betrag auf und spenden an verschiedene Charities. Die Onlineshops, die dieses Produkt eingebaut haben, sind begeistert von den Kundenreaktionen. Aber wir denken, das ist erst der Anfang. Denn mit unserer Plattform ist deutlich mehr möglich!

Was heißt Plattform? Plattform heißt, daß wir alle Prozesse, die im digitalen Fundraising anfallen, abdecken und für Charities, Corporates, etc. übernehmen. Diese Prozesse beinhalten Data und Payment Processing, Donation Receipts, Donor Data Handling, Quality Control, etc. Dazu bieten wir noch attraktive Zusatzservices wie z.B. Facebook und Twitter Shares, Charity CRM-Tools (inkl. einem Dashboard) und einiges mehr an.

WebMagazin: Was macht elefunds besonders, wer sind Ihre Mitbewerber und was unterscheidet elefunds vom Rest?

elefunds: Es gibt keine vergleichbaren Anbieter, die eine solche End-to-End-Solution anbieten, inkl. dem gesamten Data and Payment Processing. Im Grunde brauchen also Unternehmen, Charities und auch Privatpersonen, die im digitalen Kontext Spenden generieren möchten, nur noch auf uns zukommen. Die konkrete Anwendung würde dann von einer Agentur entwickelt und wir schließen alles so an unsere Plattform an, dass für den Auftraggeber keine weiteren Aufwände entstehen und er über sein Dashboard wortwörtlich dabei zusehen kann, wie sich seine Kampagne entwickelt und wie viele Spenden er generiert hat.

Es gibt einige Unternehmen und Organisationen, die in einem ähnlichen Bereich unterwegs sind (u.a. betterplace, justigiving, Fraisr, boost), wobei wir uns von allen anderen Playern im Markt klar absetzen mit dem aus unserer Sicht technologisch innovativsten Produkt und dem klaren B2B-Fokus.

WebMagazin: Auf welcher Entwicklungsstufe befinden Sie sich gerade?

elefunds: Die Plattform ist fertig entwickelt und bereits im Einsatz. Für unser Flagship-Produkt round-up haben sich bereits mehr als 100 Onlineshops registriert bzw. nutzen diese Funktion schon. Dazu bauen wir gerade in Kooperation mit namhaften Unternehmen und Charities weitere Anwendungen, die bald live sein werden. Wir freuen uns schon jetzt, wenn ihr bald deutlich mehr von uns hören werdet!

WebMagazin: Was sind die Grundpfeiler von elefunds, wie verdienen Sie Geld?

elefunds: Wir sehen uns als Enabler von Unternehmen und Charities, die digitale Fundraising-Projekte durchführen möchten, dies aber bisher nicht konnten. Wir übernehmen effizient und schnell die im Hintergrund anfallenden Prozesse und haben uns auf hochgradige Skalierbarkeit ausgerichtet. Unser Geschäftsmodell basiert auf einer Kombination aus Provisions- und Transaktionsgebühr (vom Konzept ähnlich wie PayPal oder Stripe).

WebMagazin: Wie ist die Idee von elefunds entstanden und was haben die Gründer vorher gemacht?

elefunds: Die Idee zu elefunds hatte Tim Wellmanns bereits in 2012. Er hatte zu dem Zeitpunkt bereits mehrere Jahre Erfahung als nicht-digitaler Fundraiser und war als Coach für Street-Fundraising tätig. Als Student der FU Berlin hat er unter Prof. Dr. Günter Faltin angefangen, das Thema Entrepreneurship für sich zu entdecken. Er entschied sich dann, seine Leidenschaft für (digitales) Fundraising und Entrepreneurship zusammenzubringen und gründete elefunds. Im Laufe der letzten beiden Jahre hat er ein schlägkräftiges Team mit momentan insgesamt sieben „elefuntisten“ (so nennen wir uns untereinander) zusammengebracht, alle mit viel Erfahrung von z.B. Rocket Ventures, BCG und PwC.

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