Firsty.net – es gibt für alles ein erstes Mal [Startup-Interview]
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Firsty.net ist eine Online-Plattform und eine Eventreihe, die Menschen dazu animieren will, etwas zum ersten Mal im Leben zu erleben. Auf Firsty.net können sich Nutzer neue Inspirationen für ihr erstes Mal holen, Gleichgesinnte finden oder ihre Ideen für Firsties einreichen. Eine entsprechende App soll bald folgen. 

Die Menschen hinter dem Firsty-Startup sind Martin Fleck, der die Vision und Grundidee hinter Firsty.net entwickelte, Marcel Matzke, der für alles zuständig ist, was sich unter dem Stichwort Kommunikation zusammenfassen lässt, und Carlos Nilgen, der die kaufmännische Leitung, Organisation, Finanzen und Unternehmensentwicklung übernimmt.

Wir haben mit dem Startup gesprochen und die Gründer zu den Hintergründen des Projektes befragt.

Wie seid Ihr auf die Idee von firsty.net gekommen und was habt Ihr vorher gemacht? 

Auf die ursprüngliche Gründungsidee ist Martin Fleck im März 2012 gekommen. Zu dieser Zeit hatte er gerade etwas Freiraum, um „einfach mal zu leben“. Freiheit von Termindruck und dem Alltagstun war es, die ihn mitten in der Nacht zu der Frage führte: „Was willst du zum ersten Mal machen?“ Als erstes hat er damit begonnen, diese Frage an Bekannte und Freunde zu senden. Sofort sammelte sich eine Vielzahl interessanter Antworten an und das brachte die Erkenntnis mit sich, dass es deckungsgleiche Interessen bei Menschen gab, die bis dato Nichts voneinander wussten. Diese Menschen zusammenzuführen, wurde zum ersten Motiv hinter Firsty.

Erklärt uns doch bitte das Prinzip von firsty.net, wie funktioniert Eure Idee? 

Ein Firsty ist eine mögliche Antwort auf die Frage „Was willst du heute zum ersten Mal in deinem Leben machen?“. Das kann etwas ganz Einfaches sein, es kann aber auch ein richtiges Abenteuer sein, wie ein „Marathon“ vom Westkreuz bis zum Ostkreuz. Um Firsties zu finden, muss man sich einfach auf Firsty.net einloggen und von den hunderten Vorschlägen inspirieren lassen. 

Wo steht Ihr bei der Entwicklung von firsty.net gerade und wie finanziert Ihr Euch? 

Die größte Hürde für jedes Startup ist das klassische „Henne-Ei-Problem“. Vergleichbar mit einem Club, der zwar eine supergute Anlage und die leckersten Drinks hat, den aber bei Neugründung niemand kennt. Voll wird der Laden nur, wenn Leute, die ihn gut finden, ihre Freunde dazu einladen. Aber wer lädt seine Freunde in einen leeren Club ein? Diese Hürde haben wir gerade genommen. Seither steigt die Nutzerzahl stetig an. Selbst dann, wenn wir gerade kein Happening am Laufen haben.

Die nächste Hürde wird darin liegen Einnahmen zu generieren, die den immer weiter ansteigenden Arbeitaufwand ausgleichen, der irgendwann im Konflikt mit der Arbeit zum notwendigen Gelderwerb steht.

Damit ist auch die Antwort auf den zweiten Teil der Frage schon gegeben. Finanziert wird Firsty zurzeit ausschließlich über unsere privaten Einnahmen.

Was macht firsty.net besonders, wer sind Eure Mitbewerber und was unterscheidet Euch vom Rest? 

Als Mitbewerber sehen wir das  Schweizer Unternehmen Spontacts. Die geheime Zutat, die uns nicht nur von Spontacts, sondern von allen anderen „Freizeitplattformen“ unterscheidet, ist das „Erste Mal“. Bei Firsty geht es immer darum Etwas zum ersten Mal zu machen. Manchmal muss man dazu wieder die Kinderperspektive einnehmen, manchmal muss man seinen inneren Schweinehund überwinden und manchmal muss man einfach die Augen offen halten.

Was sind die Grundpfeiler Eures Monetarisierungskonzepts, wie verdient Ihr Geld? 

Der Name und die Online-Plattform „Firsty“ stehen im Zentrum – rundherum liegen für uns die Einnahmequellen. Eine erste und wahrscheinlich beste Einnahmequelle waren und sind die Firsty-Happenings. Bei diesen Events besteht, je nach Charakter des Events, die Möglichkeit, Eintrittskarten zu verkaufen, Zubehör zu verleihen oder Merchandise zu vertreiben. Eine weitere Variante der Umsatzgenerierung stellen Produkte dar, die nicht zwangsläufig in direkter Verbindung mit der Online-Plattform stehen, sondern auch als separates Angebot funktionieren.

Was sind Eure nächsten Meilensteine und was wollt Ihr in den kommenden sechs Monaten erreichen? 

In 2014 ist geplant, die Happenings auf ein Niveau zu bringen – sei es was die Teilnehmerzahlen angeht oder was das mögliche Einnahmepotential betrifft – das es möglich macht, Bürokosten, Gründungskosten und Ähnliches abzudecken. Wir testen somit auch gleichzeitig unser Business Model. Außerdem erscheint  Firsty in diesem Jahr  auch als App. Ein weiterer Meilenstein liegt darin, ein Berlin-übergreifendes Millionenpublikum über die Medien zu erreichen. Im letzten Jahr haben wir diese Publikumszahlen schon angekratzt. Dieses Jahr soll es gelingen.

Ihr organisiert Events? Erzählt uns darüber.

Die Firsty Happenings sind Events, welche ein Firsty (= Abenteuer oder Herausforderung) zum Thema haben und einmal im Monat stattfinden. Wir laden die Nutzer von Firsty.net und potentielle neue Nutzer ein, gemeinsam etwas Neues oder etwas Altes ganz neu zu erleben. So waren wir auf der Hüpfburg, haben im Schnee eine Grillparty veranstaltet, beim Kochduell geschlemmt, Harlem Shake getanzt oder sind mit einer Meute bei der „Lightseeing Tour“ quer durch die Stadt gestürmt.

Im Offline-Leben – also dem echten Leben – ist es uns mit den Firsty-Happenings bisher gelungen kleine Hundertschaften zu aktivieren. Das wird in diesem Jahr so weitergehen.

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