Fremdsprachenkenntnisse weiter verbreitet als IT-Wissen
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Programmiersprachen und IT-Kenntnisse sollten in Deutschland weiter gefördert werden. Wie der Hightech-Branchenverband Bitkom in einer repräsentativen Umfrage in Zusammenarbeit mit Aris herausfand, sind Fremdsprachenkenntnisse in Deutschland deutlich weiter verbreitet als Fertigkeiten in Programmiersprachen. Im Rahmen der Umfrage wurden im September 2014 1.309 Personen ab 14 Jahren befragt.

Nur 10 Millionen Bundesbürger arbeiten mit Programmiersprachen

Lediglich jeder Siebte (15 Prozent) ab 14 Jahren hat schon einmal eine Programmiersprache wie Java, C++ oder PHP angewendet. Mit der Auszeichnungssprache HTML oder mit MySQL-Datenbanken haben nur sechs Prozent der Befragten gearbeitet.

Besonders die jüngere Genration hat schon Erfahrungen mit Programmiersprachen gemacht. Beinahe 30 Prozent (28 Prozent) der 14- bis 29-Jährigen bestätigen dies im Rahmen der Umfrage. In der Altergruppe der 30- bis 49-jährigen haben lediglich 21 Prozent schon einmal programmiert. Bei den 50- bis 64-jährigen haben nur 10 Prozent Erfahrung mit Programmiersprachen.

Programmiersprachen größtenteils nur vom Namen her vertraut

Die bekanntesten Programmiersprache in Deutschland, vom Namen her, sind Java und JavaScript. Fast jeder zweite Deutsche hat diese Begriffe zumindest schon einmal gehört (Java: 47 Prozent, JavaScript: 46 Prozent). Jedem Dritten (35 Prozent) ist die Programmiersprache Basic ein Begriff und zumindest jeder Fünfte (22 Prozent) kann PHP als Begriff aus der IT-Welt einordnen.

Zum Vergleich führt Bitkom an, dass 74 Prozent der Deutschen und somit 52 Millionen Bundesbürger zumindest Grundkenntnisse in einer Fremdsprache haben.

Kenntnisse in Programmiersprachen sind in der Zukunft immens wichtig

Der Branchenverband sieht die Bildung im Bereich der Programmier- und IT-Kenntnisse als essentiell an.

Um an einer gleichzeitig globalen wie digitalen Gesellschaft teilnehmen zu können, sollten Programmierfertigkeiten genauso selbstverständlich sein wie Fremdsprachenkenntnisse,

so Hauptgeschäftsführer des Bitkom Dr. Bernhard Rohleder.

In Deutschland muss diesbezüglich noch einiges nachgebessert werden, damit IT-Wissen generationsübergreifend Anwendung findet. Offene Angebote und Informationsveranstaltungen, um die Zugangsbarrieren zu Technologien so gering wie möglich zu halten, sind unabdingbar, um IT-Kenntnisse auch im Rahmen der Erwachsenen- und Seniorenbildung weiter voranzutreiben.

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