JPEG, GIF, PNG, TIFF

So funktionieren die gängigsten Bildformate im Netz
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Wenn es um Bildformate im Internet geht, besteht oft mehr Verwirrung als nötig. Die wichtigsten Unterschiede im Vergleich, hilfreiche Tipps und eine praktische Infografik verschaffen einen schnellen Überblick.

Während einige Digitalkameras auch mal hochqualitative TIFF-Formate liefern, die kein Browser anzeigen kann, mangelt es vielen JPEG-Formaten im Netz oft an der nötigen Bildqualität. Screenshots werden hingegen häufig als PNG abgespeichert, aber wofür eignet sich dieses Format überhaupt? Wie mache ich selbst animierte GIF? Viele Fragen, auf die es einfache Antworten gibt.

Hier sind die wichtigsten Facts zu JPEG, GIF, PNG, TIFF im Überblick.

JPEG: Eine Frage der Komprimierung und Qualität

Das bekannteste und auch meist verbreitete Bildformat ist JPEG „Joint Photographic Expert Group“. Großer Vorteil des mittlerweile rund 22 Jahre alten JPEG-Formats sind die unterschiedlichen Kompressionsgrößen, die von allen Browsern ohne JavaScript angezeigt werden können. Mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Photoshop oder kostenlosen Alternativen wie Gimp und anderen Browser-Tools können die Formattypen und Größen einfach verändert werden.

Für Webseiten ist eine Kompression von 60-70 Prozent am besten geeignet. Die Datei ist dann kleiner, da Bildinformationen, die das menschliche Auge ohnehin kaum wahrnimmt, entfallen. Beachte: Ein nachträgliches Heraufsetzen der Bildqualität kann die verlorenen Bildinformation nicht zurückbringen. Weiterer Nachteil: Transparente Bilder können mit JPEG nicht erzeugt werden. Je kleiner die Datei, desto schlechter die Qualität. Eine Alternative könnte in Zukunft BPG (Better Portable Graphics) werden. Bei gleicher Datengröße liefert das neue Format im Vergleich zu JPEG ein deutlich bessere Qualität. Leider lassen sich die Bilder aber nur im Browser anzeigen, wenn JavaScript eingeschaltet ist.

GIF: Animierte Grafiken mit niedriger Qualität aber hohem Spaßfaktor

Gemeinsam mit JPEG hat auch das Grafikformat GIF „Graphic Interchange Format“ schon während der ersten Tage des Internets seinen Siegeszug im Netz angetreten, um Buttons und andere Grafiken zu animieren. Zwar kann das Format nur 256 Farben darstellen und die Qualität lässt insgesamt zu wünschen übrig, aber wenn es um bewegte Bilderfolgen und unterhaltsame Animationen geht, ist das Format aktueller denn je. Vor allem seitdem es mehrere YouTube-Converter gibt, wird das Format wieder sehr beliebt.

PNG: verlustfreie Kompression und Transparenz

Das relativ neue Format PNG „Portable Network Graphics“ kann bis zu 16,7 Millionen Farben anzeigen, wird von Browsern unterstützt und verfügt zudem wie JPEG über mehrere Kompressionsformate, die vergleichsweise verlustfreier hinsichtlich der Bildqualität sind. Obwohl es anfänglich GIF ersetzen sollte, hat sich die Animationsfähigkeit kaum verbreitet. Stattdessen wird es gern im Netz als Bildformat genutzt, da es auch Transparenzen abbilden kann und fließende Übergänge der Farbdeckung ermöglicht. Vor allem für Banner und Logos im Netz beliebt.

TIFF: Das Format für Profis, aber nichts fürs Netz

Beste Qualität bei enormer Datengröße bietet TIFF „Tagged Image File Format“. Wer professionell mit Bildern oder Digitalfotografie arbeiten will und etwa Photoshop nutzt, sollte möglichst in diesem Format arbeiten. Farbtiefen bis 32 Bit und verschiedene Kompressionsvarianten machen das Format äußerst komplex. TIFF wird nicht von Browsern unterstützt, weshalb Banner und Logos bestenfalls in PNG umgewandelt werden sollten.

Weitere Tipps für Bildformate finden sich auf einem Blick in der Infografik von WhoIsHostingThis.

 

Aufmacherbild: old grunge style processed image shows a collection of various old photos in a vintage setting with room for copyspace via Shutterstock / Urheberrecht: Chantal de Bruijne

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