Gehacktes Klo – Spülattacken inklusive
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Das stille Örtchen ist selbst in einem vernetzten Heim der einzige Ort, an dem man nicht mit einem Hacker-Angriff rechnen würde. Dennoch wurden kürzlich Besitzer einer Satis-Smart-Toilette der Firma Lixil Opfer von Hackangriffen. Genau genommen war es die Schüssel selbst, die ins Visier der Eindringlinge geriet.

Aber der Reihe nach: Satis ist eine Toilette, die mittels App gesteuert werden kann. Das Ganze funktioniert über Bluetooth und ermöglicht das Spülen, das Öffnen und Schließen des Deckels sowie das Einschalten der Duftsprühkapsel oder des Bidets. Grund für die einfache Manipulation war eine Sicherheitslücke in der Bluetooth-Verbindung. Jede Toilette wurde über den Standard-Code 0000 verbunden. Das hatte zur Folge, dass jeder, der die Satis-App auf seinem Smartphone hatte und den Code eingab, Verbindung zu einer Toilette bekommen konnte, die sich in Reichweite befand.

Eben diese geringe Reichweite einer Bluetooth-Verbiundung sorgte zum Glück dafür, dass sich fremde Spülattacken in Grenzen hielten. Selbst im Freien brechen die Übertragungen ab einer Entfernung von etwa 100 Metern ab. Mittlerweile hat der Hersteller durch ein Update nachgebessert, schließlich sollen sich die Besitzer auf ihrem stillen Örtchen ja wieder wohl fühlen. Für die Sorgenfalte sorgt aber spätestens wieder der Preis: Das Luxus-Klo kostet etwas mehr als 4.000 Euro.

Aufmacherbild: The man is sitting on the toilet on a white background #3 von Shutterstock / Urheberrecht: z0w

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