Gericht erteilt erstes Verbot an UBER-Fahrer
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Gegen einen UBER-Fahrer wurde nun erstmals eine einstweilige Verfügung verhängt – dem Fahrer droht bei erneutem Verstoß ein Ordnungsbußgeld von bis zu 250.000 Euro, berichtet Spiegel Online. Nachdem bereits vergangene Woche das Landesgericht Frankfurt am Main das bundesweite Verbot für den privaten Fahrdienst erlassen hatte, wurde nun die erste Ordnungswidrigkeit bekannt. Ein Mitglied des Vorstands der Taxivereinigung Frankfurt soll demnach Beweise eines Bekannten erhalten haben, dass der angeklagte Fahrer illegal über UBER Fahrten anbietet. Das Vorstandsmitglied habe die Klage eingereicht und gegenüber Spiegel Online gesagt, dass es ihm ein persönliches Anliegen gewesen sei, da er UBER als rechtswidrig empfinde.

Die Taxi-Branche geht weiterhin vehement gegen UBER vor

Das in San Francisco gegründete Unternehmen für private Fahrdienste ist mittlerweile in 35 Ländern und über 125 Städten erfolgreich aktiv. In Deutschland sträubt man sich in vielen Städten noch vor dem Prinzip Share Economy, wenn dadurch alt eingesessene Branchen ins Wanken geraten. Dass die Interessen der Taxifahrer geschützt werden, ist einerseits richtig und ein Vorzug des deutschen Rechtssystems; anderseits sollte sich die Branche nicht unnötig vor einer zeitgemäßen Dienstleistung à la UBER verschließen, und das Potenzial vergeuden. Jedes System braucht mit der Zeit ein Update, damit es rund läuft und den gegenwärtigen Bedürfnissen gerecht wird. Käme morgen ein effizienteres und service-orientierteres Geschäftskonzept für den deutschen Markt, hätten wir UBER vielleicht schon bald vergessen. 

 

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