Getting touchy – Touch Events eröffnen neue Interaktionsmöglichkeiten
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Mit dem Mobile Browser durchs Web zu surfen ist noch immer kein uneingeschränktes Vergnügen. Im besten Fall besucht man eine Website, die keine auf eine Bedienung mit der Maus konzipierten Besonderheiten aufweist. Sprich: außer vielleicht ein wenig JavaScript, um ein paar Effekte auf der Seite zu erzeugen, funktioniert das Navigieren über die Seite über Touch ohne größere Probleme.

Schließlich sind traditionelle Browser auf Geräten mit Touch-Display so konzipiert, dass sie aktuelle Websites so darstellen, wie es sich der Entwickler vorgestellt hat. Und wenn es mal so etwas gibt, wie durch Scripte ausgelöste Mouseover-Effekte, können mobile Browser diese Mouse-Events in der Regel emulieren.

Aber es gibt auch Situationen, in denen dem Entwickler etwas interaktiveres vorschwebt, beispielsweise Drop-Down-Menüs, die nur bei einem Mouseover erscheinen. Was also tun? Mit Touch-Devices stößt man hier auf Probleme.

Doch genau dafür gibt eine neue Form von Events, sogenannte Touch Events. Ursprünglich erfunden von Apple, mit dem Safari-Browser unter iOS eingeführt und inzwischen von fast allen mobilen Browser unterstützt, ermöglichen Touch Events von den unterschiedlichen Interaktionsmöglichkeiten, die Touchscreens bieten, Gebrauch zu machen.

Ein klassisches Beispiel für die sinnvolle Anwendung von Touch Events ist bereits das Drücken eines Buttons auf einer Website. Im Gegensatz zur Bedienung mit der Maus kommt es bei der Bedienung mit Touchscreen zu einer Verzögerung von bis zu 300 Millisekunden bis die gewünschte Aktion ausgelöst wird. Der Grund: Das Touch-Device bzw. der Browser wartet noch einen Moment ab, ob der User noch etwas anderes tut, wie beispielsweise einen Doppel-Tap oder eine Geste auszuführen. 

Diese Verzögerung mag auf einer Website kaum jemand bemerken. Im Fall von Web-Apps sieht das jedoch schon anders aus und die Bedienung wirkt schnell mal etwas schleppend.

Mehr zum Thema, wie beispielsweise die problematische Vorgehensweise, auf Basis einer automatischen Abfrage zu Beginn („unterstützt der Browser Touch?“), die Navigation entweder komplett auf Maus- oder Touch-Bedienung einzustellen, erzählt Patrick Lauke im folgenden Interview von der webinale 2013. Patrick Lauke ist Accessibility Consultant bei The Pacielle Group und ein ausgesprochener Accessibility-Befürtworter:

JavaScript Days

Wer sein Wissen Touch Events vertiefen und auch praktisch in ihre Programmierung einsteigen möchte, dem legen wir die JavaScript Days vom 25. Bis 27 September ans Herz legen. Patrick Lauke wird dort mit seinem Workshop „Getting Touchy“ sowohl einen Einstieg in die Erfassung und Bearbeitung von Touch-Events anbieten, aber auch Tipps, wie man Web-Applikationen auf die Eigenheiten von Touch-Geräten optimieren kann, bis hin zu Benutzerschnittstellen, die auf Gesten und Multitouch reagieren.
Darüber hinaus haben die JavaScript Days 18 topaktuelle JavaScript-Workshops zu HTML5 und JavaScript APIs; Sencha Touch, Functions und Scopes, JavaScript Project Tools, Node.js, Canvas, Webapplication Architecture, Hood.ie, Three.js, Test-Driven-Development mit JavaScript, AngularJS, JavaScript Security, Responsive Webdesign, Realworld Animation Techniques im Angebot. Wer sich noch vor dem 30. August anmeldet, kann dank Early-Bird-Tarif 100 Euro sparen. 

Aufmacherbild: Close-up image of finger touching blue screen Foto von Shutterstock / Urheberrecht Sergey Nivens

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