Google Glass erkennt Gesichter
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Während wir immer noch auf die Einführung von Google Glass warten müssen, reißt die Kontroverse um den Datenschutz nicht ab. Wie die englische Tageszeitung The Telegraph jetzt berichtet, lassen sich mit einer speziellen Software über die Kamera der Datenbrille Menschen per Gesichtserkennung identifizieren.

Ganz neu ist dies natürlich nicht und auch wir haben schon über eine ähnliche App berichtet. Doch je näher die offizielle Markteinführung rückt, und da Software-Entwickler und Programmierer ohnehin schon Datenbrillen zu Testzwecken und zur Entwicklung von Apps erhalten haben, desto lauter werden auch die besorgten Datenschützer.

Die Firma Lambda Labs will in den nächsten Tagen eine Software an App-Entwickler ausliefern, mit der über die Kamera der Brille Gesichter identifiziert werden können. Das System erfordert dabei zunächst, dass der Nutzer Bilder von Freunden und Bekannten einspeichert und mit Tags versieht, sodass die Software anschließend die gespeicherten Bilder automatisch mit den Personen verknüpfen kann. In Zukunft ist es auch denkbar, dass es eine virtuelle Datenbank für Gesichter gibt, mit der Prominente und Facebook-Nutzer gleichermaßen in Echtzeit erkannt werden könnten. Google schließt eine solche Art von Software in seinen AGB zumindest nicht aus.

Verboten sind hingegen das Weiterverkaufen der Test-Brillen und die kommerzielle Nutzung für Werbezwecke. Neben den Bedenken der Datenschützer, die auf der Hand liegen, gibt es allerdings auch einen positive Nutzen solcher Techniken. Türsteher würden sicherlich davon profitieren, potenzielle Krawallmacher oder Kunden mit Hausverbot zu identifizieren und auch Menschen, die aufgrund von Behinderungen Schwierigkeiten bei der Gesichtserkennung oder dem Lesen von Emotionen haben, könnte die Software helfen. 

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