Google Glass Hack: Google zeigt Installation von Ubuntu
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Wer sich gefragt haben sollte, wie man gegen die Garantiebestimmungen von Google Glass verstößt, dem hat Google auf der I/O höchstpersönlich die Antwort geliefert. Die Software-Entwickler Hyunyoung Song und P.Y. Laligand zeigten dem Publikum in ihrer Session „How to Void Your Warranty: Hacking Glass“ wie man auf der Datenbrille das Linux-Betriebssystem Ubuntu installieren kann. Der Preis für die Freiheit: Der Verlust der Garantieansprüche.

Zwar ist das Hacken der Datenbrille nichts für Anfänger, doch lässt sich die Software der Explorer Edition von Google Glass mit etwas Geschick verändern. So kann mit adb der Bootloader mit Fastboot entsperrt werden und die Brille gerootet werden. Zur Installation von Ubuntu benötigt man nun noch die Android Apps Android Terminal Emulator und Complete Linux Installer. Der Linux Installer ermöglicht den Download der Linux Software, in diesem Fall Ubuntu, auf die dann über SSH oder VNC zugegriffen werden kann.

Darüber hinaus plant Google, ein neues Developer Kit zu veröffentlichen. Durch das Entwicklerkit können Programmierer auf Funktionen zugreifen, die über die bisher veröffentlichte Mirror API versperrt bleiben und so werden auch die Konsumenten in Zukunft von neuen und besseren Apps profitieren können. Bisher schränkte Google die Möglichkeiten stark ein und bot vor allem Funktionen zu Bildern, Navigation und Kommunikation an. Eine Herausforderung stellt dabei die Auflösung des Glass-Bildschirms mit 640×360 Pixeln dar, da die meisten Inhalte heute auf Displays mit viel mehr Bildpunkten ausgelegt sind. Problematisch ist dabei, dass die Informationen direkt vor dem Auge eingeblendet werden und nicht zu aufdringlich oder gar verwirrend sein sollten.

Facebook, Twitter und renommierte US-Medien haben bereits Apps entwickelt

Bereits jetzt gibt es Apps für die Online-Dienste Facebook und Twitter, über die mit der Google-Brille aufgenommene Bilder direkt auf den sozialen Netzwerken geteilt werden können. Das Einblenden von Benachrichtigungen der Freunde soll über den kleinen Bildschirm vor dem rechten Auge ebenfalls möglich sein. Neben Facebook und Twitter haben auch große US-Medien, darunter die New York Times und der Nachrichtensender CNN, Apps für die Google-Brille entwickelt. So liefert CNN beispielsweise Schlagzeilen und kurze Videos zu ausgewählten Themenbereichen sowie Bildergalerien. Evernote macht es möglich, Einkaufslisten einblenden zu können.

Bisher steht die Google-Brille allein Software-Entwicklern und Test-Nutzern in den USA zur Verfügung. Erst in ca. einem Jahr dürfte auch eine Verbraucher-Version erhältlich sein. Schon jetzt zeichnet sich eine große Nachfrage ab, denn Umfragen haben ergeben, dass jeder fünfte Deutsche, sich eine Google Brille kaufen würde.

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