Google-Glass-Knigge: keine Glassholes
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Die Datenbrille von Google ist schon ein ungewöhnlicher Anblick und kann so manch einen sogar abschrecken. Um für mehr gesellschaftliche Akzeptanz seinem Produkt gegenüber zu sorgen, entwickelt Google eine Art Knigge für die Explorer. Damit sich ja keiner daneben benimmt. 

Google Glass ist nicht für jeden eine rundweg willkommene Angelegenheit. Die rund 2000 Testpersonen, die Explorer, sorgten bereits in einigen Bereichen des alltäglichen Lebens mit der Nutzung der Brille für Ärger. So wurde kürzlich ein Träger von Google Glass aus dem Kino geworfen, weil vermutet wurde, er habe mitgefilmt. Auch in Restaurants, Geschäften und Bars sind die Daten-Brillen nicht immer gern gesehen. Meist ist der Grund hierfür die integrierte Kamera mit Mikrofon, mit der Fotos und Videos aufgenommen und direkt ins Internet geladen werden können.

Die Frage, die durch solche Vorfälle immer deutlicher hervortritt, lautet: Ist diese Art von Wearable-Technology in unserer Gesellschaft überhaupt erwünscht? Google Glass markiert zweifellos einen Meilenstein in der Verschmelzung von Mensch und Technik, doch an der Alltagstauglichkeit muss der Internet-Gigant noch arbeiten.

Google versucht nun mit Ratschlägen zur Nutzung von Google Glass, Zweifeln bezüglich der neuen Technologie entgegenzuwirken. Mithilfe der Explorer, wurden Tipps für zukünftige User erstellt, mit denen die Nutzung der Brille kompatibler mit dem Alltag wird. Immerhin will Google die Brille noch dieses Jahr auf den Markt bringen und versucht, mit den Benimm-Regeln nun eine positive Atmosphäre für den Release zu schaffen.

Sei kein „Glasshole“, heißt es in Googles Blogeintrag zum Beispiel. Der User soll den Respekt vor Anderen bewahren und geduldig erklären, worum es sich bei Google Glass handelt. So soll einer Community von hochnäsigen Glass-Trägern, die ‚Nicht-Nutzer‘ verägern könnten, vorgebeugt werden. An Orten, wo kein Telefon erlaubt ist, sollte demnach auch Google Glass ausgeschaltet werden.

Auch muss sich ein Explorer darüber im Klaren sein, dass es komisch aussehen kann, allzu lange etwas auf Google Glass anzuschauen. Der Zweck sollte eher darin liegen, sie unterstützend in den Alltag zu integrieren, als sie zum aktiven Gegenstand zu machen.

Etwas verzweifelt fast, mahnt Google am Ende die User zur Einhaltung dieser Regeln, um den Ruf von Google Glass nicht schon vor der Markt-Einführung zu ruinieren: „Breaking the rules or being rude will not get businesses excited about Glass and will ruin it for other Explorers.“

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