Google I/O 2013: Spotify-Klon, Nexus-4-Nachfolger und neue Designs
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Für Google-Freunde war der gestrige Tag wie Weihnachten und Ostern zusammen. Der Suchmaschinen-Riese, wenn man ihn überhaupt noch so nennen darf, dringt gleich in mehrere Märkte vor.

Wie immer wurden viele der nun bestätigten Neuheiten bereits vor der Keynote treffsicher vorausgesagt. Überraschen konnte Google mit einigen Details dann doch: Welche das sind, erfahrt Ihr in der Zusammenfassung:

Neue Google Maps:

Die neue Maps-Generation ist aufgeräumt minimalistisch, um so die User Experience des Einzelnen zu verbessern. Der neue Google-Algorithmus verspricht, dass die Karten für jeden Nutzer individuell zusammengestellt werden und auch Infos aus Google+ integriert. So können Empfehlungen von Freunden direkt auf der Karte angesehen und Orte gefunden werden, nach denen man gar nicht gesucht mat. Mit jeder Kartensuche wird die Suche dementsprechend präziser. Scheint so, als hätte sich Google hier von seinem eigenen neuen Suchdienst “Google Now” inspirieren lassen. Neue 3D-Ansichten mit dem Namen Earth View bringen altbekannte Google-Earth-Funktionen direkt in die Maps.

Spotify-Klon und Google Play Games:

Der Spotify-Klon von Google trägt den Namen “Google Play Music All Access”. Für einen monatlichen Beitrag von 10 Dollar stehen Abonnenten 20 Millionen Songs zum unbegrenzten Streamen zur Verfügung. Eine Radiofunktion ist auch enthalten. Das Angebot gibt es derzeit allerdings, wie eigentlich immer, nur mit US-Account.   

Samsung Galaxy S4 wird der Nexus-4-Nachfolger:

Als kleines Extra soll in den kommenden Wochen ein spezielles Samsung Galaxy S4 herauskommen, auf dem Google seine neusten Dienste und Software präsentieren will, sprich es kommt pures Android zum Einsatz. Die User Experience soll dann die gleiche sein wie auf auf dem Nexus 4. Bedenkt man also, dass das Nexus 4 schon gut ein Jahr alt ist, bahnt sich mit dem “Google-gebrandeten” S4 wohl ein würdiger Nachfolger an.  

Google-Suche wird wie Siri:

Die neue Google-Suche wird Apples Siri sehr ähnlich, kann aber auch auf dem Desktop zum Einsatz kommen. Man kann im Chrome-Browser per Sprache Fragen stellen und darüber hinaus auch Erinnerungsnotizen anlegen.

Google+ bekommt neuen Anstrich:

Google+-Nutzer haben wahrscheinlich schon gemerkt, dass Google am Design des sozialen Netzwerks geschraubt hat. Ähnlich wie bei Facebook tauchen die Beiträge nun versetzt nebeneinander auf, um für einen besseren Überblick zu sorgen. Auch die Foto-Anzeige hat eine Aufwertung erfahren. Der berühmte Konferenz-Video-Chat Hangouts ist nun auch mobil nutzbar. Die erforderlichen Apps für Android und iOS landeten gestern Nacht noch in den Stores.

Auch wenn Google keine echten Neuerungen vorgestellt, sondern nur bestehende Dienste aufgefrischt hat, wird es spannend, wie die Konkurrenz darauf regiert. Da Google gleich an mehreren Fronten kämpft, müssen sich nicht nur Apple, sondern auch Spotify, Rdio und dergleichen auf den Hosenboden setzen, um nicht unterzugehen.

Fazit:

Vor allem Apple sollte sich in den kommenden Wochen ernsthaft Gedanken machen und spätestens mit iOS 7 ein runderneutes iTunes vorstellen. Denn schon bald wird sicherlich keiner mehr Songs für 1,29 Euro das Stück kaufen, wenn er auch für einen Pauschalpreis von rund 10 Euro im Monat streamen kann.

Spotify und Co. konnten es nicht, Google sollte aber mit der gestrigen Vorstellung geschafft haben, Apple die Augen zu öffnen.  

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