Google Keep – total überflüssig?
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Die Netzwelt hat wieder einen Notizblock mehr: Google Keep heißt der neue Dienst, der etablierten Marken wie Evernote Konkurrenz machen soll. Nachdem sich der Suchmaschinenriese bereits 2009 von seinem Google Notizbuch verabschiedet hat, wagt Google nun einen zweiten Anlauf in Sachen digitale Merkliste. Im Gegensatz zu seinem Nachfolger Google Keep konnte man im Google Notizbuch noch ganze Textteile aus dem Netz mit passender URL abspeichern, und somit Infos sammeln, während man im WWW unterwegs war.

Mit Google Keep kann man lediglich Text-, Sprach- und Bild-Notizen speichern und verwalten. Darüber hinaus können To-Do-Listen erstellt werden. Den Dienst können alle angemeldeten User eines Google-Kontos im Browser oder per App über ein Android-Smartphone nutzen. Besonders interessant ist ein Feature, mit dem man via Smartphone Sprachnotizen aufnehmen kann, die dann in Text umgewandelt und auf die Google-Server geladen werden. Wer Google Drive regelmäßig nutzt, könnte in Google Keep ein neues Lieblings-Tool für sich entdecken. Die Umwandlung der gesprochenen Nachricht in Text gelang im Kurztest auf Anhieb. 

Anachronistisch?

Jetzt könnte man sich natürlich fragen, warum Google ausgerechnet im Jahr 2013 einen virtuellen Notizblock auf den Markt bring. Wirkt das nicht furchtbar anachronistisch und extrem uncool-oldschool? Eigentlich schon, aber wenn man bedenkt welche Infrastruktur mittlerweile Google vorweist, erkennt man schnell das Potenzial von Google Keep. So könnten künftig Notizen mit Google-Diensten wie Google Streetview oder dem Google-Kalender synchronisert werden. Bis es aber soweit ist, bleibt Google Keep ein virtuelles Post-it.

google keepBildquelle Screenshot: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.google.android.keep

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