Google scannt E-Mails
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Nutzungsbedingungen sind wahrscheinlich, zusammen mit AGBs, die am seltensten gelesene Lektüreempfehlung der Welt. Aber in die gestern in Kraft getretenen neuen Terms of Service von Google sollten die User vielleicht doch einen Blick werfen.

Auf der Website finden sich im Abschnitt „Your Content in our Services“ zwar die üblichen Hinweise darauf, dass geistiges Eigentum erhalten bleibt, aber der hochgeladene, verschickte, gespeicherte oder empfangene Content darf von Google nicht nur gespeichert, sondern auch benutzt, reproduziert und geändert werden, ebenso wird die Erlaubnis zur Derivaterstellung gegeben. Darüberhinaus ist in dem Einverständnis mit den Nutzungsbedigungen enthalten, dass der Content von Google auch veröffentlicht, kommuniziert und verteilt werden darf – allerdings natürlich nur für Zwecke der Verbesserung des Services. Diese Lizenz bleibt auch nach dem Ende der aktiven Nutzung von Google-Produkten erhalten. Die genauen Lizenzbedingungen sind jedoch nochmal von Angebot zu Angebot unterschiedlich, aber der generelle Tonus ist der, dass eigentlich nichts, was jemals einen Google Server betreten hat, nicht von Google auf die ein oder andere, Privacy mit Füßen tretende, Art genutzt wird.

Folgender Zusatz klingt irgendwie beinahe wie Hohn:

 Make sure you have the necessary rights to grant us this license for any content that you submit to our Services.

Die wirkliche Neuerung ist jedoch, dass Google nun in den Nutzungbedingungen verankert hat, dass E-Mails gescannt werden, um Werbung zu optimieren und Suchergebnisse anzupassen, Spam zu filtern und Malware aufzuspüren. Da ist es schon fast nicht mehr ärgerlich, dass man nicht mehr drum herum kommt, ein unfreiwilliges Google-Plus-Profil zu besitzen. Aber natürlich respektiert Google auch die eigenen Privatsphäreeinstellungen weiterhin.

 

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