Google Transparency Report jetzt auch mit Maleware- und Phishing-Informationen
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Bereits zum letzten Transparenzbericht von Google im November 2012, stellte der Suchmaschinen-Gigant fest, dass die staatlichen Anfragen auf Informationen um bis zu 75 Prozent zugenommen haben. Nun werden dem Bericht außerdem Statistiken zu Maleware- und Pishing hinzugefügt.

Wie Google Software Engineer Lucas Ballard, auf dem offiziellen Google Blog berichtet, werden nun Daten aus dem 2006 gestarteten Save Browsing Programm für den Transparency Report ausgewertet.

Ballard schreibt von über 10.000 Websites, die von Google täglich als verdächtig oder unsicher eingestuft werden. Um User besser schützen zu können, werden diese potentiellen Quellen von Maleware- und Pishingattacken nun in einen eigenen Bereich im Transparenzbericht aufgeführt. Die Safe Browsing Sektion des Transparenzberichts wird nun wöchentlich aktualisiert, um Nutzer wie Webmaster zeitnah vor Gefahren zu warnen sowie Netzwerkadministratoren Informationen und Hilfe zur Beseitigung von kompromittierten und infizierten Websites zur Verfügung zu stellen.

Google Transparency Report Safe Browsing Program Details

Bildquelle: Google Transparency Report: Unsafe Websites

Bezüglich der von Regierungen angefragten Informationen hat The Guardian bereits eine interessante Zusammenfassung bereitgestellt.  Es wird auch weiterhin deutlich, dass die Zahl der von Regierungen angefragten Informationen und Löschanfragen weltweit immens zugenommen hat.

Wie die New York Times berichtet, hatte sich Google bereits letzte Woche von dem geheimen Foreign Intelligence Surveillance Court und dem FBI-Präsident bestätigen lassen, dass die Veröffentlichung von NSA-Anfragen innerhalb des Transparenzberichtes rechtmäßig ist.

Durch das anfängliche Medienecho, das Google und andere Tech-Companies zum Mitwisser über das Prism-Programm gemacht hatte, wurde auch Googles Ansehen und Reputation geschadet. Da scheint die naheliegende Lösung die weitere Flucht nach vorn, um die Authentizität zu wahren und daher die Ausweitung der Transparenzbemühungen des Konzerns als logische Konsequenz.

Auch die übrigen Technologie-Unternehmen Facebook, Apple, Microsoft und Yahoo veröffentlichten letzte Woche, nach Erlaubnis, detaillierte Statistiken über die von der NSA angefragten Daten sowie Statistiken über übergebene Datensätze zwischen 2009 und 2012. 

Die Veröffentlichungen des Whistle Blowers Edward Snowden über internationale Spionage-Aktivitäten haben gezeigt, dass die Privatsphäre der User immer stärker in Gefahr ist. Auf Basis des Google-Leitsatzes „Don´t be evil“ muss sich der Konzern stärker für die Interessen seiner Nutzer einsetzen. Denn verliert Google das Vertrauen seiner ambitionierten Web-Ethusiasten, sind nach dem Imageverlust Geldeinbußen nicht fern.

Quelle Feature-Bild: Screenshot Google Transparency Report

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