Google trennt sich von Authorship
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Vor drei Jahren führte Google die Suchmaschninenfunktion Authorship („rel=author“) ein, mit der es möglich war, Beiträge von als seriös geltenden Autoren höher zu ranken als andere.

Authorship als Qualitätsindikator im Google-Ergebnis

Die dahinterstehende Technologie „Agent Rank“ ermöglicht es, Beiträgen die digitale Signatur eines oder mehrerer Autoren zuzuordnen. Diese Informationen wurden genutzt, um Autoren nach Indikatoren für Qualität und ihnen entgegengebrachtes Vertrauen durch andere User zu ranken.
Die Markierung der Autorschaft fand durch die Webmaster selbst statt, aber erst als Google+ startete, konnte die Funktion sich wirklich entfalten, da sich diese zu universellen Profilen im Google-Universum entwickeln sollten.

Verbindung der Authorship Beiträge mit Google+ Profilen

Google rief also dazu auf, die eigenen Beiträge im Netz mit dem Google+ Konto zu verbinden, da somit zusätzlich Profilbilder in den Suchergebnissen angezeigt werden könnten. Diese Funktion wurde jedoch seit Dezember letzten Jahres schrittweise wieder abgeschafft und deutete auf das langsame Ende des Authorship Features hin. Die Begründung war, dass die Fotos nicht gut auf mobilen Endgeräten funktionierten, und es somit einen Unterschied in der Nutzungserfahrung zwischen den Geräten gab. Darüber hinaus schienen sie keinen großartigen Unterschied im Klickverhalten auszumachen.

Geringe Beteiligung und keine Veränderung des Klickverhaltens

Searchengineland zeigt in einer Studie, wie stark die Autorschaft-Funktion genutzt wurde und kommt zu dem Ergebnis, dass die Beteiligung sehr gering und in vielen Bereichen vernachlässigbar war und dass viele Webseiten, die sich zwar beteiligen wollten, Fehler bei der Implementierung machten, sodass sie in den Ergebnissen nicht aufgeführt wurden.

Ein Auszug aus ihrem Artikel zeigt, dass von 500 Autoren auf 150 bedeutenden Webseiten aus dem Bereich Medien lediglich 30 % (151 Personen) ein G+ Profil besitzen und dieses auch zur Verlinkung der Beiträge nutzen. 22 % (108) haben ein Profil, nutzen es jedoch hierfür nicht, während die Mehrheit der untersuchten Autoren, immerhin 48% (241) nicht einmal ein G+ Profil besitzen.

Google-Suche ohne Authorship vielleicht sogar verbessert

Das Ende der Autorschaft soll jedoch keine negativen Auswirkungen auf Suchergebnisse haben, so der Verantwortliche John Mueller auf Google+. Vielleicht wird es sogar zur Verbeserung der Ergebnisse beitragen, denn selbst Mueller ist der Ansicht, dass es die User von den Ergebnissen ablenkt.

Google wäre jedoch nicht Google, wenn zwischen Anfang und Ende der Funktion nicht eine Reihe Entwicklungen und Experimente stattgefunden hätte. Wie sich das Tool im Laufe der Zeit veränderte, kann in dieser Slideshow betrachtet werden.

Aufmacherbild: Hands writing on old typewriter via Shutterstock / Urheberrecht: Marta Paniti

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