Google+ verschärft Marketingstrategie im Kampf gegen Facebook
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Bereits im letzten Februar wurden wenig schmeichelhafte Zahlen für den Facebook-Rivalen Google+ veröffentlicht. Während die User monatlich im Durchschnitt über sieben Stunden auf Facebook-Seiten verbrachten, kam Google nur auf etwas mehr als drei Minuten. Für das neue Jahr erhofft Google sich nun, dem hauseigenen sozialen Netzwerk Anschub zu verleihen.

Dabei nutzt Google sein breites Angebot. Jeder, der ein Google Konto aktiviert, um beispielsweise YouTube oder Gmail zu nutzen, erhält automatisch ein Google+ Konto mit einer öffentlichen Seite, die von jedem eingesehen werden kann.

Ähnlich wie Facebook versucht Google die Nutzerdaten mit den Werbeklicks zu verbinden, um Rückschlüsse auf das eigene Marketing ziehen zu können. So kann Google nachvollziehen, ob das Besuchen der Webseite eines Werbepartners im Anschluss auf eine von Google platzierte Werbung geschehen ist. Zwar werden die Daten anonymisiert, doch hilft eine solche Statistik, strategisch und effizient Werbung zu platzieren. 

Bei den Usern hingegen stößt diese Strategie, wie The Wallstreet Journal berichtet, auf wenig Gegenliebe, da man hier den Verlust der Privatsphäre fürchtet. Ein User bemerkte beispielsweise, dass sein Google+ Konto mit seinem echten Namen automatisch mit App Reviews im App Store verbunden wird, obwohl er hier ein Pseudonym nutzte.

Google selbst sieht die Vernetzung der Google-Dienste als Notwendigkeit, um im Sozialen-Netzwerk-Zeitalter relevant zu bleiben. Tatsächlich stieg stieg die Zahl der aktiven Nutzer von Google+ Features im letzten Monat auf um fast 100 Millionen auf 245 Millionen.

Die Vernetzung von Google+ Inhalten mit Suchanfragen bringt zudem noch andere Vorteile für das Unternehmen. So zeigt die Statistik, dass eine Anzeige öfter geklickt wird, wenn das Suchergebnis bereits berücksichtigt, ob auch Freunde, ein vergleichsweise Angebot in der Vergangenheit genutzt haben oder eine Website „liken“ ( bzw. +1en). Diese Methode ist vergleichbar mit der Funktion, die Bing unlängst mit Facebook anbietet. 

Ob Google Facebook einholen kann, ist natürlich fraglich. Fakt ist allerdings, dass Google über viele Daten verfügt, die, wenn sie richtig genutzt werden, Google+ einen großen Vorteil bieten können.

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