Googles Mobile Backend Starter ab sofort auch für iOS erhältlich
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Google hat gestern den Mobile Backend Starter for iOS verfügbar gemacht. Das Produkt, das bisher nur für Android verfügbar war, soll App-Entwicklern das serverseitige Development auf Apples mobile Plattform erleichtern. Da die Applikation Teil der Google App Engine ist, können Entwickler damit kostenlos Hunderte von Nutzern gleichzeitig bedienen. Die Google App Engine ermöglicht es, Web Applikationen über Google Infrastruktur laufen zu lassen, inklusive einfacher Maintenance und Skalierbarkeit für sich ändernden Traffic und steigenden Bedarf an Speicherplatz für Daten.

Wie Produktmanager Stuart Reavley auf einem Post auf dem Google Cloud Platform Blog erklärt, ermöglichen Mobile Backends das Bauen von Connected Apps ohne serverseitig Code schreiben zu müssen. Dazu stellt Google mit dem Mobile Backend Starter for iOS ein mobiles Backend sowie Objective-C Client-Bibliotheken zur Verfügung, die folgende Funktionen bereitstellen:

  • Daten lassen sich in der Cloud speichern und mit Nutzern teilen
  • Push-Benachrichtigungen von Gerät zu Gerät senden
  • Die Nutzung von continuous queries (fortlaufenden Anfragen), um Geräte über Datenänderungen zu benachrichtigen
  • Die Authentifizierung von Nutzern mittels Google Accounts

Natürlich stellt Google auch gleich ein Beispiel für die vermeintlichen Vorteile des Mobile Backend Starters vor. So soll Ryan Harter, Entwickler der Android-App Hashnote, die Zahl der Nutzer seiner App von 3.000 auf 20.000 erhöht haben.

Cloud Platform Blog
© Google Cloud Platform Blog

 

Der Mobile Backend Starter besteht aus drei Komponenten: einem „ready-to-deploy“ Mobile Backend und je einer Beispiel-App für Android und iOS, die das Backend nutzen.

Den Quellcode für den Mobile Backend Starter for iOS gibt es kostenlos auf GitHub, inklusive der Backends und Clients für iOS und Android.

Nutzung

Als Entwickler nutzt man seine Framework Classes, um so mit dem eingesetzten Backend zu interagieren, als wäre es lokal auf dem Device. Die Google App Engine sorgt ferner dafür, dass man skalierbare Push-Benachrichtigungen an tausende von iOS-Geräte mittels des Apple Push Notification Service schicken kann. Laut Google ist das Feature-Set für Android und iOS identisch. Das Backend kümmert sich um plattformspezifische Aspekte, indem es Google Cloud Messaging für Android und APNS für iOS-Geräte nutzt.

Hier sind die Links zu einer ausführlichen Anleitung für iOS und für Android. Ferner haben wir noch ein Video zum Thema von der Google I/O eingebunden.

 

Hood.ie – noBackend Architektur für Frontend-only Web Apps

Einen ähnlichen Ansatz wie der Mobile Backend Starter verfolgt Hood.ie. Die JavaScript-Bibliothek erlaubt es Frontend-Entwicklern in kurzer Zeit vollständige Applikationen mit mehreren Benutzern und robuster Datenhaltung zu implementieren, ohne sich um das Backend Gedanken machen zu müssen. Dabei ist es ebenfalls in der Lage, sowohl Benutzer als auch Daten zwischen verschiedenen Endgeräten synchron zu halten. Auch Features wie das Verschicken von E-Mails werden unterstützt.

Als JavaScript-Bibliothek lässt sich Hood.ie einfach in existierende Umgebungen integrieren und bietet eine API für Benutzermanagement und Datenhaltung. Das Besondere an Hoodie ist, dass keine direkte Interaktion mit dem Server stattfindet, sondern alle Aktionen vorerst im Local-Storage des Browsers gespeichert werden.

Wer sich detaillierter mit Hood.ie beschäftigen möchte, dem legen wir den Artikel „Hoodie – True HTML5 Offline Apps“ von Kore Nordmann im PHP Magazin an Herz. Die Ausgabe 1.2014 erscheint am 13.11.2013.

 

 

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