Graph Search – Facebook attackiert Google mit sozialer Suchmaschine
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Graph Search heißt das neueste Facebook-Feature, das Mark Zuckerberg gestern Abend im Rahmen einer mit Spannung erwarteten Pressekonferenz in Menlo Park präsentierte. Ein direkter Angriff auf Google heißt es heute überall. Und in der Tat: Facebook könnte mit einem Schlag das gelungen sein, was Google schon lange anstrebt – nämlich „social search“ in die Praxis umsetzen, also seinen Nutzern eine Kombination aus Social-Media-Content und der Suche nach Webinhalten anzubieten.

Keine reine Websuche

Entsprechend erpicht war Zuckerberg zu betonen, dass der Graph Search keine Websuche sei. Stattdessen offeriere das neue Feature den Mitgliedern des größten sozialen Netzwerks die Möglichkeit die, Fotos, Videos, Orten, Interessen und vor allem Menschen zu suchen und zu finden. Damit will Facebook eine weitaus personalisiertere Suche möglich machen – dank der riesigen Menge an persönlichen Daten und Inhalten, die das Netzwerk hortet und weiter sammelt. Im offiziellen Facebook-Speak hört sich das so an:

Mit der Suche im Social Graph kannst du Personen, Orte und Dinge finden sowie Facebook auf eine komplett neue Art entdecken. […] Mit der Suche im Social Graph kannst du nach allen Inhalten suchen, die mit dir auf Facebook geteilt wurden. Zudem können andere Nutzer Inhalte finden, die du mit diesen geteilt hast, einschließlich Inhalte, die öffentlich sichtbar sind. Das bedeutet, dass verschiedene Personen unterschiedliche Ergebnisse sehen.

Um möglichst nutzerfreundliche Ergebnisse auszuspucken, soll der Graph Search dem User eine Reihe von Filtern anbieten, die etwas das thematische Tags erinnern. So soll man Interessen, Orte, Verbindungen zu anderen Usern und ähnliches besser sortieren können. 

Partnerschaft mit Bing

Ebenfalls bekantgegeben wurde ein Partnerschaft mit Bing. Die Microsoft-Suchmaschine soll den Websuche-Teil der Suchanfragen übernehmen und die Suchergebnisse mit all dem anreichern, was nicht Teil der Facebook-Daten ist, beispielsweise Wetterinformationen

Verfügbarkeit

Laut The Verge bezeichnete Zuckerberg selbst das derzeitige Stadium von Graph Search noch als „early“, „challenging“ und „beta“. Entsprechend wird zunächst ein limitiertes Betaprogramm für US-amerikanische Nutzer fahren. Man kann sich aber auf eine Warteliste setzen lassen und wird dann benachrichtigt, sobald Graph Search für die persönliche Region verfügbar ist. 

Mehr zum Graph search erfahrt Ihr auf der offiziellen deutschen Ankündigungsseite.

Quelle Aufmacherbild: Facebook.com

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