Größte Facebook-Studie aller Zeiten verrät Geheimnisse
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Seit einigen Jahren herrscht bei vielen Unternehmen eine wahre Social-Media-Goldgräberstimmung. Dabei steht eine zentrale Frage im Raum: Wie kann man soziale Netzwerke effizient nutzen, um Zielgruppen anzusprechen und neue Kunden zu akquirieren? Guten Rat lassen sich selbsternannte Social-Media-Experten teuer bezahlen – doch gibt es so etwas wie ein Patentrezept?

Best- und Worst-Practises der Mitbewerber bieten empirische Informationen und weisen eine Richtung, in die es gehen kann. Doch wie verhalten sich die Nutzer von Facebook, der größten Social-Media-Plattform der Welt?

Umfassendste Nutzerstudie aller Zeiten

Wie sieht mein persönliches Facebook-Konsumverhalten aus? Wie hängen die Netzwerke meiner Freunde zusammen und welcher Facebook-Freund hat die meisten Freunde? Registrierte Nutzer der semantischen Suchmaschine Wolfram Alpha können mit ein paar wenigen Klicks Statistiken und Grafiken zu Ihrem persönlichen Facebook-Universum erstellen.

Wolfram Alpha hat nun die Aktivitäten seiner rund einer Millionen Nutzer ausgewertet und daraus die bisher umfassendste Facebook-Nutzerstudie aller Zeiten erstellt. Das besondere an dieser Studie ist, dass die Ergebnisse nicht auf Hochrechnungen, sondern auf konkreten User-Aktivitäten beruhen.

Island ist ein kleines Facebook-Dorf

So zeigte sich etwa, dass ein durchschnittlicher Facebook-Nutzer 342 digitale Freunde hat, wobei Isländer mit durchschnittlich 400 Freunden auf Platz eins der Statistik landeten. Island zählt wohlgemerkt mit rund 320.000 Einwohnern zu den kleinsten Ländern Europas. Im Gegensatz dazu belegten die Russen mit durchschnittlich 100 Facebook-Freunden die letzten Plätze in diesem Ranking. Das dürfte wohl auch daran liegen, dass in Russland andere Social-Media-Plattformen wie VKontakte oder Odnoklassniki sehr beliebt sind.

Mit rund 200 Facebook-Freunden landen deutsche Nutzer im Mittelfeld der weltweiten Erhebung. Bei 5.000 Facebook-Freunden ist aber für jeden noch so kontaktfreudigen Nutzer Schluss und es können keine weiteren Personen geaddet werden.

Hund beißt Katze

Besonders interessant ist, welche Schlagwörter auf Facebook häufig vorkommen: Die Studie von Wolfram Alpha zeigt in insgesamt 24 Kategorien, wie Familie, Gesundheit, Mode oder Reisen, die am häufigsten genutzten Begriffe. Im Bereich Technology war „phone“ der am meist genutzte Begriff, gefolgt von iPhone, Google und Computer.

Entgegen der allgemeinen Auffassung sind bei den Nutzern in der Kategorie „Tiere“ Hunde beliebter als Katzen. Wer hätte das gedacht, wenn man sich die wöchentlich wechselnden Katzen-Memes bei Facebook anschaut.

Ein schlauer Spruch zieht immer

Auf der Liste der beliebtesten Themen rangieren Aphorithmen und philosophische Sprüche sowohl bei Männern als auch bei Frauen ganz oben. Der Sport teilt hingegen die Geschlechter: Ganz dem allgemeinen Klischee entsprechend interessieren sich Männer auf Facebook hauptsächlich für Sport. Frauen hingegen können sich vor allem für „Special Occasions“ wie Hochzeiten oder Geburtstage am meisten begeistern.

Das Thema Bücher eint wiederum die Geschlechter: Sowohl Männer als auch Frauen posten, kommentieren oder diskutieren am wenigsten über dieses Thema.

Beziehungsstatus nach Alter

Der Beziehungsstatus einer Person kann aus E-Commerce-Sicht darüber entscheiden, ob es mehr Sinn macht, einem Nutzer Single-Dating-Seiten oder Baby-Ausstattungs-Schnäppchen anzubieten. Die Studie zeigte, dass Facebook-Nutzer ab dem 30. Lebensjahr überwiegend verheiratet sind oder sich in einer festen Beziehung befinden und bestätigte damit bereits bestehende Studien.

Was bedeutet das für die Werbung?

Trotz der umfassenden Studie von Wolfram Alpha kommen Unternehmen nicht umhin, eigene Analysen ihrer Social-Media-Community durchzuführen und gleichzeitig aus bestehenden Studien, die für sie relevanten Informationen zu verwerten.

Die bisher größte Studie mit allen Details und Grafiken findet Ihr hier.

studie facebook 2013

Bildquelle Screenshot Bog von Stephen Wolfram siehe auch als Feature-Bild

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