Hacker twittern Nazisprüche unter AfD-Account
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Kurz vor der Landtagswahl in Brandenburg und Thüringen sind gestern Abend über den offiziellen Twitter-Account der Partei AfD in Frankfurt am Main rechtsradikale Parolen durch einen Hackerangriff gepostet worden. Etwa 30 Tweets mit Nazisprüchen wie „Russlandkrise beenden. Mehr Lebensraum für Deutschland schaffen!“ sowie einer Ankündigung, dass die Alternative für Deutschland mit der NPD fusionieren wolle, wurden im Netz veröffentlicht. Noch während die Frankfurter Parteiangehörigen die Tweeds löschten und offenbar vergaßen, das Passwort zu ändern, regierten die oder der Hacker mit weiteren bissigen Sprüchen: „Da geht man mal Bier holen und schon löscht so ein Parteiverräter die Tweets.“

Alternative für Deutschland distanziert sich von Nazi-Tweets

Mittlerweile hat sich die AfD Hessen via Twitter für die rechtsradikalen Tweets entschuldigt und von jeglichem Inhalt distanziert. Dass nebenher auch die sächsische AfD, scheinbar ohne von Hackern betroffen gewesen zu sein, konterte „Hoffentlich gehst du an deinem Biergesaufe drauf, du linke Ratte“, hatte letztlich ein unfreiwilliges Parteistatement zur Folge. Der sächsische Account ist nun ebenfalls gelöscht. Laut Frankfurter Rundschau spricht die Alternative für Deutschland von einer gezielten „Denunziationskampagne“.

Schadet oder nützt der Hackangriff der Partei?

Nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen wird sich heute Abend bei der Landtagswahl in Brandenburg und Thüringen zeigen, ob der Hackangriff dem Ruf der Partei schadete oder ihr womöglich noch mehr Gehör durch die Medien verschafft hat.

 

Aufmacherbild: BERLIN, GERMANY – MAY 23, 2014: Activists rally in support of AfD (Alternative for Germany) – political party founded in 2013. Won 7 of Germany’s 96 seats for European Parliament in May 2014 election via Shutterstock / Urheberrecht: De Visu

 

 

 

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