Handfestes statt Gefasel – Tipps & Tricks auf dem Mobile Startup Day
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Pitchen, erklären, rechtfertigen und kräftig die Werbetrommel rühren: Mobile Startups, die auf der Suche nach Investoren sind, müssen viel Überzeugungsarbeit leisten, um potenzielle Investoren für sich zu gewinnen. Auch der Mobile Startup Day auf der diesjährigen MobileTech Conference nahm sich dieser Tatsache an. „Mach Dich nackig! Apps besser präsentieren“ lautete beispielsweise der Titel der Session von Heiko Behrens, seines Zeichens Gründer und CEO von BeamApp. Im Fokus des Vortrags standen Tipps und Tricks, wie Startups hochwertige Präsentationen erstellen können. 

Handfeste und brauchbare Tipps

Vielen Gründern fehlen profunde Photoshop-Kenntnisse, um professionelle Bilder gestalten zu können. Eine kostenlose Lösung, die Heiko in seiner Session vorstellte, ist ein Web-Tool, das er selbst programmiert hat. Damit können User ihre Fotos direkt in den Browser hereinziehen, verbessern und anschließend mit einer hochauflösenden Pixeldichte weiterverwenden.

Neben hochwertigen Fotos spielt aber auch die Präsentation an sich eine große Rolle. Ein bekanntes Problem bei Meetings mit mehreren Personen ist, dass nicht alle gemeinsam auf das Gerät schauen können, sodass der Bildschirm oft freigegeben und via Beamer an die Wand projiziert wird.

Zwar kann man mit dieser Methode sehen, was auf dem Bildschirm des Smartphones dargestellt wird, der große Nachteil ist jedoch, dass die Handbewegungen des Nutzers nicht gezeigt werden können. Steve Jobs behalf sich bei der Präsentation des ersten iPhones damit, dass er sich von einem Kameramann über die Schulter filmen ließ, um auch die Bediengesten zeigen zu können.

Heiko Behrens präsentierte dagegen ein selbstgebasteltes Kamerastativ aus Plexiglas, mit dem nicht nur der Bildschirm des Smartphones sondern auch die Handbewegungen des Nutzers gefilmt werden können.

Ebenfalls von Steve Jobs inspiriert, rief Heiko Behrens den anwesenden Startups und Internet-CEOs in Erinnerung, wie wichtig die Liebe und die Leidenschaft für das eigene Produkt ist. So zeigte Heiko einen kleinen Video-Ausschnitt von der Präsentation des ersten iPhones. An einer Stelle stoppte Heiko den Film, als Jobs sich vor lauter Vorfreude ein verschmitztes Grinsen verkniff: Genau diese Begeisterung für das eigene Produkt sollten Startups bei Präsentationen vermitteln, um gegenüber potenziellen Investoren glaubwürdiger zu erscheinen.

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©Software & Support Media

Kill your Darlings

Die Liebe zum Produkt kennt aber auch Grenzen und geht manchmal auch mit Opfern einher, die zum Wohle des Produktes erbracht werden müssen. Davon kann Ramzi Risz, Gründer der Social-Photo-Sharing-App EyeEm, ein Lied singen. In seiner Session „Building the right Product“ berichtete der Gründer davon, wie er in der Frühphase von EyeEm verschiedene Features verwerfen musste, weil sie das eigentliche Konzept verfälschten.

So fiel unter anderem ein geschlossener Bereich für private Fotos frühzeitig dem Rotstift zum Opfer. Ein Opfer, das sich laut Ramzi jedoch rückblickend gelohnt hat, schließlich hat er mit EyeEm noch große Pläne und will damit irgendwann vielleicht sogar der Google-Bildersuche Konkurrenz machen:

„Unser Vorteil ist, dass unsere Bilder durch die Community genauere und präziesere Ergebnisse liefern. Gibt man heute bei der Google-Bilder den Suchbegriff Berlin ein, kommen erst einmal unzählige Bilder vom Brandenburger Tor. Bei uns kann man direkt nach Bilder von Berliner Kneipen suchen.“

Neben Themen wie Präsentation und Produktoptimierung deckte das breite Themenspektrum des Mobile Startup Days in seinen neun Sessions auch Aspekte wie Monetarisierung, Bewerbung oder Bootstrapping ab und bot Gründern und solchen, die es werden wollen, hilfreiche Tipps und Tricks.

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