How to code – Programmieren für Anfänger
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Im alltäglichen Leben sind wir von Technologie umgeben. Sie zu verstehen und zu hinterfragen, ist gar nicht so schwer, wie es von außen den Anschein hat.

Ein positives Mindset und Learning by Doing sind die richtigen Zutaten, um selbstständig im IT-Bereich durchzusteigen.

Beim Programmieren geht es gar nicht mal um die Art der „Maschinensprache“, die man sich zum Lernen ausgesucht hat, sondern vor allem darum, dass man sich der Herausforderung stellt und die Sprache anwendet, um ihre Möglichkeiten und Grenzen zu erkunden. Nicht die Einverleibung jeglicher Fachliteratur, sondern die (inter)aktive Praktik führt zum gewünschten Lernerfolg.

Wie lerne ich Programmieren?

Gerade bei einer komplexen Materie glauben viele Menschen, der herkömmliche Einstieg könnte nur über das Wälzen von Fachliteratur, Tutorials oder FAQs erfolgen. Für jeden Experten bleibt es auch nicht aus, die aktuelle Technolgieentwicklung in seinem Bereich zu verfolgen.

Als Anfänger mit der Lektüre von theoretischen Grundlagen und der Entwicklung zu beginnen, ist bestimmt hilfreich, allerdings kann die schiere Masse und Einsteigerunfreundlichkeit erschrecken. Zudem mag das Lesen doch etwas trocken sein. Wieso also nicht gleich praktisch anfangen?

Wo fang ich an?

Mit einer eigenen Website? Einer App? Einer Anwendung für das eigene Content Management? Einige Sprachen und Technologien können in unterschiedlichen Lernformaten erkundet werden und stehen jedem Technologieinteressierten und Lernwilligen größtenteils kostenlos zur Verfügung.

So beispielsweise auf Udacity.com. Alles begann 2011 mit einem freien Online-Kurs der Standford University mit führenden Experten zum Thema Artifcial Intelligence, der über 58.000 Studenten begeisterte. Das Stanford Computer Science Department wollte das Technologieverständnis für AI in die Welt jenseits des Elite-Campus tragen.

Mittlerweile sind etliche Kurse, von der Erschaffung virtueller 3D-Welten über Grundlagen objektorientierter Programmierung oder über das Entwickleln eines Webbrowsers verfügbar. Die Weiterentwicklung in ein interaktives und kollaboratives Kurssystem war damals ebenfalls ein Grund, das Lernmaterial der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Web-Basics fur Dummies

  • Auf Code Academy kann man Basis-Webtechnologie wie HTML, CSS, Javascript – Dinge die täglichen Berufsalltag sehr praktisch sein können, aber auch jQuery, Python, Ruby und PHP erlernen.
  • Die Code School bietet Video-Lektionen, Code Challenges und Screencasts zu verschiedenen Lernzielen Ruby, HTML/CSS, JavaScript und der iOS-Entwicklung.
  • Die Plattform Code Racer gilt als „Multi-Player Live Coding Game“ und ist die eher spielerische Alternative zum Online-Lernen. Neulinge lernen wie einfach es ist, eine Website mit HTML und CSS zu bauen, während die Erfahreneren ihre Coding-Kenntnisse testen können.
  • Auch Codeavengers setzt eher auf den spielerischen Ansatz. Innerhalb von 12 Stunden soll man es schaffen, entweder eine Webseite, ein JavaScript-Game oder eine JavaScript-App entwickelt zu haben.
  • Auf Code Combat lernt man sprichwörtlich spielend Programmieren, denn Lernen soll vor allem Spaß machen.
  • Das Dash-Projekt der New Yorker Bildungseinrichtung General Assembly, die Kurse und Programme zu den unterschiedlichsten Bereichen aus Technologie und digitaler Wirtschaft anbietet, stellt einen kostenlosen Crashkurs in HTML, CSS und JavaScript dar.
  • Auf Treehouse kann man zwar kostenlos Kurse testen. Nach Ablauf der Test-Version und um HTML, CSS oder die Entwicklung von mobile Apps grundsätzlich zu lernen, werden allerdings zwischen $25 und $49 fällig.
  • Code.org ist eine Non-Profit-Initiative, die 2013 mit der Vision gegründet wurde, jedem Schüler in der Schule die Möglichkeit zu geben, Programmieren zu lernen. Über die Seite werden vielfältige Technologiekurse für Kinder und Jugendliche angeboten.
  • Die Inititative Girl Develop It ist ein internationales Projekt, um Frauen auf aller Welt zu befähigen, Web und Mobile Applications zu entwickeln.

Coding als Tor zur Innovation?

 The point isn’t to create a generation of programmers. Rather, it’s that coding is a gateway to broader learning.

So argumentiert Mitch Resnick bei TEDxBeaconStreet im November 2012 während seines spannenden Talks, bei dem er Scratch beschreibt. Eine Programmier-Software, die er gemeinsam mit einer Forschungsgruppe der MIT Media Lab entwickelt hat, damit Menschen ohne große Vorkenntnisse selbst interaktive Spiele und Animationen erstellen und mit anderen teilen können. 

Selbstverständlich müssen weder wir noch unsere Kinder alle Coden lernen, obwohl das schon praktisch wäre. Wer sich aber schon immer für Technologie interessiert hat, sollte den ein oder anderen Link besuchen und die ein oder andere Lektion ausprobieren.

Denn besondere Freude liegt doch in der kreativen Schaffung statt in der bloßen Anwendung. Let’s code! 

 

 

Aufmacherbild: Flat vector illustration of programmer and process coding and programming. Workflow and planning – vector illustration von Shutterstock/ Urheberrecht Max Griboedov

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